Jühling-Preise und Jühling-Medaille 2012 vergeben

Die Jühling-Medaille 2012 erhielt Prof. Dr. Stephen O`Rahilly von der Universität Cambridge, Metabolic Research Laboratories in Großbritannien. In der Jühling-Lecture ging Prof. O’Rahilly u. a. auf Erbgutveränderungen ein, die an der Entstehung von krankhaftem Übergewicht (Adipositas) und Insulinresistenz beteiligt sind und das Diabetes-Risiko erhöhen. Prof. O’Rahilly studierte in Dublin Medizin und durchlief wissenschaftliche Forschungsstationen in London, Oxford und Harvard. Er ist Direktor des Instituts of Metabolic Science Metabolic Research Labs. in Cambridge und erforscht Erbgut-bedingte Ursachen von Adipositas und Diabetes. Für seine Forschung wurde Prof. O’Rahilly mit vielen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet und erhielt u.a. die Medaille der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie, den Heinrich Wieland Preis, den Rolf Luft Award und den Feldberg Award. 1999 wurde er in die Academy of Medical Sciences gewählt, 2003 in die Royal Society und 2011 in die US National Academy of Sciences.

Dr. Patricia Kaiser, Leiterin des Referenzlabors der Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien e. V. (INSTANT e.V.) und Dr. med. Ivo Quack, Oberarzt an der Klinik für Nephrologie der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf sind die Gewinner des mit 5.000 Euro dotierten Jühling-Preises 2012.
Dr. Kaiser erhielt den Jühling-Preis für ihre Arbeiten über Bestimmungsmethoden des HbA1c-Wertes, dem sogenannten Langzeit-Blutzuckergedächtnis. Dr. Kaiser studierte instrumentelle Analytik und war von 1992 bis 2001 als Chemie-Ingenieurin tätig. Ihre Promotion absolvierte sie bei der INSTANT e.V. und leitet dort seit 2006 das Referenzlabor.
Dr. Quack wurde für seine Forschung über die Mechanismen zur Entstehung der diabetischen Nephropathie ausgezeichnet. In der prämierten Arbeit befasste sich Dr. Quack mit den Auswirkungen eines schlecht eingestellten Diabetes auf die Niere. Seine Erkenntnisse könnten zu neuen Therapieansätzen führen, mit denen sich Spätschäden der Niere verhindern lassen.
Der mit 2.500 Euro dotierte Jühling-Doktorandenpreis 2012 ging an Dr. rer. nat. Daniela Lamers von Profil Institut für Stoffwechselforschung in Neuss. Dr. Lamers studierte 2001 bis 2006 Biologie an der Heinrich-Heine-Universität und promovierte 2011 am Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf. In ihrer Dissertation erforschte sie den Zusammenhang zwischen Botenstoffen, die vom Fettgewebe des Körpers ausgeschüttet werden und der Entstehung des Diabetes.

Die Auszeichnungen vergibt die Anna-Wunderlich-Ernst-Jühling-Stiftung für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Diabetes-Forschung und zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses am Deutschen Diabetes-Zentrum, Leibniz-Zentrum für Diabetesforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Kontakt

Dr. Olaf Spörkel
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ)
Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung
an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Tel.: 0211-3382-507
E-Mail: Olaf.Spoerkel@ddz.uni-duesseldorf.de

Prof. Dr. Michael Roden
Wissenschaftlicher Geschäftsführer des DDZ
Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ)
Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung
an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
E-Mail: Michael.Roden@ddz.uni-duesseldorf.de

Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) gehört der „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz“ (WGL) an. In der Leibniz-Gemeinschaft sind derzeit 86 Institute vereint. Die wissenschaftlichen Beiträge des DDZ sind auf die Ziele der Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Diabetes mellitus und seiner Komplikationen sowie der Verbesserung der epidemiologischen Datenlage in Deutschland ausgerichtet. Das DDZ versteht sich als deutsches Referenzzentrum zum Krankheitsbild Diabetes, indem es Ansprechpartner für alle Akteure im Gesundheitswesen ist, wissenschaftliche Informationen zu Diabetes mellitus aufbereitet und für die breite Öffentlichkeit bereitstellt. Das DDZ ist Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD).

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