Josten wird Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie

In seinem Präsidentenjahr ist es eine seiner Aufgaben, zusammen mit den orthopädischen Partnern, die wissenschaftliche Gestaltung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) zu übernehmen. Der Kongress, der einer der größten Fachkongresse weltweit ist, steht 2012 unter dem Motto „Qualität, Ethik und Effizienz“.
Zentrale Themen des DKOU 2012 sind die Technisierung der operativen Medizin einerseits und die finanziellen Rahmenbedingungen andererseits. Unfallchirurgen und Orthopäden stehen hier vor der Aufgabe, Angemessenheit, Qualität und Sicherheit in der Versorgung unter zunehmendem Kostendruck zu sichern und ihrer ethischen Verantwortung gegenüber Patienten, Kollegen und Mitarbeitern gerecht zu werden.

Insbesondere ethische Fragen wie zum Beispiel
„Sind Ethik und Ökonomie vereinbar?“,
„Wie weit geht die Rationalisierung und müssen wir uns auf eine Rationierung in unfallchirurgisch-orthopädischer Behandlung einstellen?“,
„Sind Innovation und unser Solidarsystem noch vereinbar?“
wird Josten auf dem Jahreskongress thematisieren und mit Experten diskutieren.

Als eines der speziellen Fachthemen wird Josten die Erkrankungen und Frakturen im Alter aufgreifen, da sie eine immer größere Bedeutung im Versorgungsalltag erlangen und eine enorme soziale und ökonomische Bedeutung aufweisen.
Ein wichtiges berufspolitisches Thema wird unter der Überschrift „Karriere nach dem Berufsleben“ abgehandelt. Der bekannte Ärztemangel sowie auch die zunehmende Alterung der Ärzteschaft bieten vielen Chirurgen selbst nach Beendigung ihres „aktiven Berufslebens“ zahlreiche Optionen und interessante Perspektiven der Weiterbeschäftigung. Die Erfahrung erfolgreicher Chefs und Oberärzte ist mehr denn je gefragt und auch notwendig. Dieser Themenkomplex soll mit seinen verschiedenen Facetten beleuchtet werden.

Ein zentrales Projekt in Jostens Präsidentenjahr wird die Projektentwicklung im Rahmen der „Decade of action for road safety“, eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation im Auftrag der Vereinten Nationen. Ziel des Projektes ist es, die Zahl der über 3000 täglich weltweit bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen zu senken. In Zusammenarbeit mit Politik, Verkehrs- und Patientenverbänden, Rettungssystemen und insbesondere unter Einbeziehung des TraumaNetzwerk DGU® sollen hier effektive Maßnahmen und Vorschläge erarbeitet werden.

Josten ist seit 1997 Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Zentrum für Chirurgie der Universität Leipzig.
Er wird bei seiner Arbeit vom DGU-Vorstand unterstützt, der sich für 2012 wie folgt konstituiert:

1. Vizepräsident: Prof. Dr. med. Tim Pohlemann, Direktor und Lehrstuhlinhaber der Klinik für
Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum des Saarlandes
2. Vizepräsident: Prof. Dr. Reinhard Hoffmann, Ärztlicher Direktor der BG Unfallklinik Frankfurt/M.
3. Vizepräsident: Prof. Dr. Bertil Bouillon, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie/Orthopädie, Kliniken der Stadt Köln, Klinikum Köln-Merheim
Generalsekretär: Prof. Dr. Hartmut Siebert, c/o DGU-Geschäftsstelle
Schatzmeister: Prof. Dr. Joachim Windolf, Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf
Schriftführer: Prof. Dr. Andreas Seekamp, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel

Terminhinweis:
23.-26.10.2012 Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU)in Berlin

Weitere Informationen unter:
www.dgu-online.de

Anlage:
Portraitfoto Professor Dr. C. Josten
Fotonachweis: Universitätsklinikum Leipzig

Kontakt für Journalisten:
Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Susanne Herda
Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin
Telefon +49 30 2021-5490
Telefax +49 30 2021-5491
Mail: office@dgu-online.de

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