Johns Hopkins University ehrt Mannheimer Neurophysiologen

Im Rahmen einer Feierstunde ist Professor Dr. med. Rolf-Detlef Treede, Inhaber des Lehrstuhls für Neurophysiologie und Prodekan für Forschung der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, am 13. April 2015 förmlich in die Johns Hopkins Society of Scholars aufgenommen worden.

Mit der Mitgliedschaft zeichnet die 1967 gegründete Gesellschaft ausgewählte Persönlichkeiten aus, deren akademische oder berufliche Karrieren eine Verbindung mit der Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore (USA) aufweisen, und für deren „glänzende Karrieren“ die Universität einen gewissen Anteil für sich in Anspruch nimmt. Professor Treede ist einer von insgesamt 15 Wissenschaftlern, denen in diesem Jahr die Ehre der Mitgliedschaft zuteilwurde.

Professor Treede, der seit Oktober 2014 Präsident der Internationalen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (International Association for the Study of Pain, IASP) ist, verbrachte von 1988 bis 1990 einen zweijährigen Forschungsaufenthalt am Department für Neurochirurgie der Johns Hopkins Universität, mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Schon damals teilte der Schmerzforscher das wissenschaftliche Interesse mit vier weiteren Medizinern, mit denen er Förderungen (Grants) für gemeinsame Forschungsprojekte einwarb: den Neurochirurgen James N. Campbell, Frederik A. Lenz und Richard A. Meyer, sowie Srinivasa N. Raja, Professor für Anästhesiologie und Neurologie. Das gemeinsame Forschungsinteresse verband die Mediziner auch über die folgenden zwei Jahrzehnte mit gemeinsam eingeworbenen Grants. Und genau dieses Quartett von Forscherpersönlichkeiten der JHU hat Professor Treede für die Mitgliedschaft empfohlen.

Zur feierlichen Einführung in die illustre Gesellschaft luden der Präsident der Johns Hopkins Universität, Ronald J. Daniels, und der Verwaltungsdirektor der Universität, Robert C. Liebermann, persönlich ein und überreichten ihren Ehrengästen jeweils ein Universitäts-Zertifikat sowie eine Medaille, die den Mitgliedern der Gesellschaft vorbehalten ist. Inklusive der in diesem Jahr neu hinzugekommenen Persönlichkeiten zählt die Johns Hopkins Society of Scholars 626 Mitglieder, zu denen neben Naturwissenschaftlern, technischen Wissenschaftlern und Medizinern auch Geisteswissenschaftler gehören.

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