Je günstiger, desto besser

(djd). Wer für seine Kinder, Ehe- oder Lebenspartner preiswert vorsorgen will, kommt an der Risikolebensversicherung nicht vorbei. Die Beiträge sind deshalb relativ niedrig, weil es sich hierbei um einen reinen Todesfallschutz handelt: Stirbt der Kunde, zahlt der Versicherer die vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus. Ohne einen solchen Schutz müssen die Hinterbliebenen meist dramatische Einschnitte im erreichten Lebensstandard hinnehmen.

Studie ergibt drastische Preisunterschiede

Allerdings gibt es kaum eine Policenart, bei der die Preisunterschiede zwischen den Anbietern so groß sind – trotz vergleichbarer Leistungen. Das ergab eine Studie von „Öko-Test“, veröffentlicht im „Ratgeber Rente, Geld und Versicherungen 2011“. Die Verbraucherschützer verglichen dabei insgesamt 52 Tarife in acht Modellfällen miteinander. Besonders extrem war das Ergebnis etwa im Fall eines 30-jährigen Nichtrauchers: Für den 250.000-Euro-Schutz bei einer 20-jährigen Laufzeit zahlt er bei den Ergo Direkt Versicherungen knapp 139 Euro pro Jahr, der Fürther Direktversicherer belegte bei diesem Modellfall damit Rang eins. Demgegenüber verlangt der teuerste Anbieter im Test für den gleichen Kunden 578 Euro – also mehr als das Vierfache. „Öko-Test“ gibt deshalb den Tipp: „Entscheidend für die Risikolebensversicherung ist der Preis. Je günstiger das Angebot, desto empfehlenswerter die Police.“ Die Experten raten bei diesem einfachen Standardprodukt generell zu Tarifen, die ohne jede Beratung online oder per Telefon bei Direktversicherern gekauft werden können.

Risikoschutz nach Maß

Die Höhe des Beitrags zur Risikolebensversicherung richtet sich maßgeblich nach der Versicherungssumme, sie ist außerdem vom Alter der versicherten Person und der Vertragslaufzeit abhängig. Auch zwischen Rauchern und Nichtrauchern wird unterschieden. Wer kleine Kinder hat, sollte nach Ansicht von Experten das Fünffache des Jahresnettoeinkommens als Versicherungssumme einsetzen. Besonders wichtig ist diese Vorsorge, wenn es finanzielle Belastungen gibt, etwa aus dem Bau oder Kauf einer Immobilie.

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