Jahresfeier der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Festredner Jürgen Debus sieht bei der Anwendung von ionisierenden Strahlen zur Behandlung von bösartigen und auch gutartigen Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten bedeutende Fortschritte: „Diese gründen sich sowohl auf bessere technische Möglichkeiten der Bestrahlung als auch auf ein besseres biologisches Verständnis sowie eine bessere klinische Interaktion mit den anderen onkologisch tätigen Disziplinen, wie sie am Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT) gelebt wird“, stellt der Mediziner fest und führt weiter aus: „Die Heidelberger Ionentherapie ist ein herausragendes Beispiel einer solchen Innovation, deren Erfolg auf der engen Verzahnung der Fachkompetenzen der beteiligten Disziplinen beruht. Inzwischen lassen sich Tumore mit bislang nicht erreichter Präzision behandeln.“ Und weiter: „Beim behandelnden Strahlenmediziner liegt eine besondere Verantwortung in der multidisziplinären Interaktion. Wesentliche Aufgabe der Medizin bleibt es, die individuellen Bedürfnisse der Patienten bei diesen komplexen Therapieentscheidungen zu berücksichtigen.“

Das Grußwort zur Jahresfeier wird der Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Anton Zeilinger, sprechen. Im Jahresbericht fasst Präsident Prof. Dr. Paul Kirchhof die wissenschaftlichen Tätigkeiten, Neuigkeiten und Aktivitäten der Akademie der letzten zwölf Monate zusammen. Die Sekretare Prof. Dr. Bernhard Zimmermann von der Philosophisch-historischen und Prof. Dr. Thomas W. Holstein von der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse werden nach dem Festvortrag vier junge Wissenschaftler mit Preisen auszeichnen: Dr. Mathieu Le Tacon (Akademiepreis), Dr. Michael Floßdorf (Karl-Freudenberg-Preis), Dr. Tobias Dangel (Walter-Witzenmann-Preis) und Dr. Patrick Jochem (Ökologie-Preis der Sigrid- und Viktor-Dulger-Stiftung).

Musikalisch umrahmt wird die Jahresfeier mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Carl Philipp Emanuel Bach. Es spielen Yannis Kormpetis (Violine) und Nargiza Alimova (Klavier) aus Karlsruhe.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Über eine Berichterstattung freuen wir uns. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Kontakt:
Dr. Herbert von Bose
Telefon 06221 54 34 00
herbert.vonbose@adw.uni-heidelberg.de

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