Jacobs University spin-off SeSaM-Biotech erhält Bremer Gründerpreis für herausragende unternehmerische Leistung

„Mein Team und ich freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sind stolz, dass die Jury unser Konzept und unsere bisherigen Unternehmensentwicklung als eines der besten im diesjährigen Bewerberfeld bewertet hat“, kommentierte Unternehmensgründer Alexander Schenk den Wettbewerbserfolg. Wettbewerbskriterien waren unter anderem Alleinstellungsmerkmal, Innovationsgrad und Koherenz des Unternehmenskonzeptes, die bisherige Geschäftsentwicklung und die Zukunftsaussichten des Unternehmens sowie die wirtschaftliche Bedeutung für die Region Bremen.

SeSaM-Biotech (<www.sesam-biotech.com>) wurde im Oktober 2008 gegründet, um ein an der Jacobs University entwickeltes Patent zur biotechnischen Enzymoptimierung mit dem Namen “Sequence Saturation Mutagenesis” zu vermarkten. Natürliche Enzyme regulieren chemische Prozesse in lebenden Organismen mit optimaler Spezifität und Effizienz. Sollen sie jedoch unter industriellen Bedingungen zur Produktion von Medikamenten, Detergentien oder anderen biotechnisch synthetisierten Substanzen zum Einsatz kommen, ist ihre Funktionsfähigkeit oft eingeschränkt. Mit Hilfe der SeSaM-Methode können Enzyme maßgeschneidert an industrielle Produktionsprozesse angepasst werden, indem über einen der natürlichen Evolution vergleichbaren, jedoch stark beschleunigten Prozess eine große Zahl genetischer Enzymvarianten erzeugt und die optimal geeignete Variante identifiziert wird. Verglichen mit anderen bisher auf dem Markt verfügbaren Methoden bestsicht die SeSaM-Technologie durch ihre einfache Durchführung, Schnelligkeit und Kosteneffizienz.

Der Bremer Gründerpreis

Mit dem Bremer Gründerpreis werden einmal im Jahr Gründerinnen und Gründer aus Bremen ausgezeichnet. Die begehrte Auszeichnung wird an Unternehmer verliehen, die besonders erfolgreich ein junges Unternehmen aufgebaut haben. Ziel ist es, einen Beitrag zur positiven Entwicklung des Gründungsklimas in Bremen zu leisten, überdurchschnittlichen unternehmerischen Einsatz anzuerkennen sowie unternehmerische Vorbilder in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Schirmherr des diesjährigen Wettbewerbs, in dem insgesamt 10.000 als Preisgeld vergeben wurden, war der Bremer Wirtschaftssenator Martin Günthner. Die Bewertungskriterien für den Bremer Gründerpreis sind identisch mit denen des Deutschen Gründerpreises, der seit 1997 von der Sparkasse, dem Magazin Stern, dem ZDF und Porsche verliehen wird. Der Gewinner des Bremer Gründerpreises ist daher automatisch für die Teilnahme im deutschlandweiten Wettbewerb nominiert.
(idw, 06/2010)

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