IT-unterstützte Arzneimittelverordnung in der Intensivmedizin im Vergleich

Die Arzneimitteltherapie ist einer der wichtigsten Bausteine in der Intensivmedizin. Sie nimmt einen wesentlichen Teil der ärztlichen und pflegerischen Tätigkeit und damit auch der Intensivdokumentation ein.

„Dementsprechend ist die Arzneimittelverordnung und –dokumentation eines der wichtigsten Module von Patientendatenmanagementsystemen (PDMS)“ so Dr. Rainer Röhrig, Sprecher der Sektion IT und Medizintechnik der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin (DIVI). „Die Abbildung der Arzneimitteltherapie in der Intensivmedizin zeichnet sich dabei vor allem durch ihre Komplexität aus. Und von ihrer Umsetzung im PDMS hängt nicht nur die Gebrauchstauglichkeit der Software ab, sie hat auch einen relevanten Einfluss auf die Patientensicherheit“ unterstreicht er die Bedeutung des Themas.
„Umso wichtiger ist es, sich bei der Auswahl, Beschaffung und Implementierung eines PDMS intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. “ ergänzt Peter Moll. Er organisiert mit einer interdisziplinären Projektgruppe von Ärzten und Medizininformatikern der Sektion IT und Medizintechnik der DIVI und der AG Klinische Arbeitsplatzsysteme (AG KAS) der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (gmds) in diesem Jahr die Clinical Documentation Challenge (CDC) für PDMS für die Jahrestagung der DIVI. Die CDC ist eine Methode, einen Überblick über die am Markt verfügbaren und deren Unterschieden bzgl. Funktionalität und Softwareergonomie zu bekommen.

Dr. Christof Seggewies, Sprecher der AG KAS der gmds, erklärt das Prinzip der CDC: „Die Hersteller bekommen ein einheitliches Nutzungsszenario mit einheitlichen, dem Alltag entnommenen Abläufen vorgegeben und müssen darstellen, wie sie diese Aufgaben der Anwender mit ihrer Software unterstützen können.“ „Die CDC ist vom Prinzip ein öffentliches Usabilitylabor – durch die einheitlichen Abläufe sind wenig Vorkenntnisse erforderlich um die Unterschiede zu erkennen und die Systeme bzgl. der Eignung für die eigene Intensivstation beurteilen zu können “ ergänzt Dr. Fleur Fritz, Usabilityexpertin und Mitglied der AG KAS.

„Mit dem diesjährigen Szenario haben wir versucht der Vielschichtigkeit des Themas Arzneimitteltherapie gerecht zu werden“ erläutert Moll. „Dies umfasst nicht nur die Verordnung und Dokumentation inklusive Infusionen und Spritzenpumpen, sondern auch die Parametrierung der Arzneimitteldatenbank. Letzteres ist wichtig, damit die Kliniken diese aktuell halten können.“

PD Dr. Kluge als Kongresssekretär erwartet eine erfolgreiche CDC, „Es werden wieder acht Hersteller ihre Systeme präsentieren. Damit erreichen wir eine Marktabdeckung von ca. 80%“. Kongresspräsident Prof. Tobias Welte sieht die CDC als relativ neuen Programmpunkt der Jahrestagung bereits als Integralen Bestandteil des Kongresses: „Die Zusammenarbeit von Ärzten, Apothekern und Medizininformatikern aus DIVI und gmds unterstreicht das Kongressmotto Erfolg durch Interdisziplinarität“.

Die Jahrestagung der DIVI findet vom 05.12.-07.12.2012 im Congress Center Hamburg statt. Die CDC ist am 06.12.2012, Zeitrahmen und weitere Hintergrundinformationen (z.B. Programm und Moderatoren der 2. PDMS CDC) finden Sie unter .

Ansprechpartner für Rückfragen:

Peter Moll
Leiter des Organisationskomitees der 2. PDMS CDC
Peter.Moll@med.uni-heidelberg.de

Dr. Rainer Röhrig
Sprecher der Sektion IT und Medizintechnik der DIVI
Rainer.Roehrig@chiru.med.uni-giessen.de

Dr. Christof Seggewies
Sprecher der AG KAS der gmds
Christof.Seggewies@uk-erlangen.de

PD Dr. Stefan Kluge
Kongresssekretär der 12. Jahrestagung der DIVI
s.kluge@uke.de

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