IPROCOM-Workshop bündelt internationales Know-how in Graz

Der Hands-on-Workshop zum Thema „Pulvercharakterisierung und -verarbeitung in pharmazeutischen Herstellungsprozessen“, hat vom 22.-24.01.2014 in Graz stattgefunden und war Start einer ganzen Ausbildungsreihe. „Wir freuen uns Gastgeber des ersten Workshops zu sein und damit die Messlatte für die Qualität der weiteren Ausbildung setzen zu können. Unsere Gäste waren vom Programm und der gebotenen Abwechslung durch die Hands-on-Aktivitäten am RCPE sichtlich begeistert.“ zeigt sich der Projektverantwortliche Georg Scharrer stolz.

„Geförderte Projekte dieser Art stellen die Basis des Austausches von Forschungsergebnissen dar und bieten eine exzellente Möglichkeit um mit Forschungsgruppen in ganz Europa in Kontakt zu kommen. Und davon profitieren wir gleich auf zweifache Weise: Durch den steten Austausch bleiben wir einerseits in der Lage Forschung am State- of-the-Art anzubieten und sorgen auf der anderen Seite gleichzeitig für Nachwuchskräfte“ zeigt sich der wissenschaftliche Geschäftsführer des RCPE Johannes Khinast zufrieden. Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Veranstaltung ein Erfolg, der kaufmännische Geschäftsführer Thomas Klein ist jedenfalls überzeugt „Derartige Veranstaltungen sind ein Magnet für internationale Gäste und tragen wesentlich zur Etablierung der Steiermark als Forschungsstandort bei.“ Mit einer F&E-Quote von 4,6% ist die Steiermark mit Abstand Österreichs innovativstes Bundesland. Dass von 21 Kompetenzzentren gleich 8 in der Steiermark sitzen, ist dabei bestimmt kein Zufall.

Hintergrund

• IPROCOM (the development of in silico process models for roll compaction)
• 4 Jahre Laufzeit (2013-2016)
• € 3,8 Mio Budget (EU-Förderung Marie Curie ITN)
• 14 Partner aus 8 europäischen Ländern
• Integration von 15 individuellen Forschungsprojekten

Im Rahmen des Projektes wird der Prozess der Walzenkompaktierung und sein Umfeld (zB Mischen, Mahlen, Kompaktieren, etc.) erforscht, der in der Herstellung von vielen pharmazeutischen Produkten wesentlich ist. Neben Untersuchungen an Material und dem Prozess an sich beschäftigt sich das Projektteam mit der Modellierung und Simulation des Prozesses mittels unterschiedlicher numerischer Methoden. Das Kompetenzzentrum RCPE wird dabei konkret den Mischvorgang für verwendete Pulver und den Einzug im Walzenbereich modellieren und simulieren. Um zusätzliche Informationen zu gewinnen, werden die Ergebnisse in weiterer Folge von Projektpartnern datenbanktechnische erfasst und ausgewertet. Neben der Forschung dient das Projekt auch der Ausbildung der 15 involvierten JungforscherInnen sowie deren Vernetzung.

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