IPRI-Forschungsprojekt zur Sicherung der Medikamentenversorgungskette gestartet

Die Forschungspartner gehen in dem Projekt der Problemstellung nach, wie die Sicherheit der Medikamentenversorgungskette gegenüber Katastrophen, Unfällen aufgrund von technischem oder menschlichem Versagen oder kriminellen Handlungen weiter verbessert werden kann. Die Medikamentenversorgungskette wird vom Arzneimittelhersteller über den Großhandel und die Logistikdienstleister bis zum Point of Sale / Point of Care (bspw. Krankenhaus) untersucht. Hierbei sollen zukünftige Bedrohungsszenarien, wie das Einschleusen gefährlicher Medikamente, Unfälle im Verpackungsprozess oder in der Kühlkette identifiziert und geeignete Sicherungsmaßnahmen entwickelt werden.

Als zentrale Projektziele werden angestrebt:
1. Die ganzheitliche Identifikation und Risikobewertung potenzieller Bedrohungsszenarien in der Distributions-Wertschöpfungskette der Pharmabranche.
2. Die Entwicklung systemgestalterischer und technischer Sicherungsmaßnahmen. Diese dienen zum einen der Prävention zukünftiger Bedrohungssituationen und zum anderen als Reaktionsmaßnahmen im Schadensfall. Dabei wird die Eignung von bisherigen und neu zu erarbeitenden technischen Lösungen und organisatorischen Maßnahmen analysiert.
3. Die betriebs- und volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Bewertung von Sicherheitsrisiken und möglicher Schutzkonzepten.
4. Die Zusammenführung der drei vorherigen Ziele in einem vorstrukturierten, dialogorientierten und webbasierten IT-Tool. In diesem „Sicherheitsberater“ werden für einzelne Akteure der Warenkette die unternehmensspezifischen sowie die warenkettenübergreifenden Kosten und Nutzen von Sicherungsmaßnahmen betriebswirtschaftlich bzw. volkswirtschaftlich bewertet und die Ergebnisse übersichtlich dargestellt.
5. Die Erarbeitung von Kommunikationsstrategien, welche sowohl begleitende präventive Maßnahme als auch Reaktionsstrategie im Krisenfall sind.

Interessierte sind eingeladen, sich an den Studien oder am Projekt zu beteiligen und mit uns in den Dialog zu treten.

Ansprechpartner am IPRI ist Herr Aschenbrücker (aaschenbruecker@ipri-institute.com, 0711 620 3268 885).

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