Investition in den Ärztenachwuchs: Universitätsklinikum der RUB schafft neues Fördersystem für Medizinstudenten

Bochum, 08.07.2010. Die Ausbildung von Medizinern weiter verbessern und dadurch qualifizierte Nachwuchsärzte für die Region gewinnen: Dieses Ziel verfolgt eine Initiative des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB). Fünf Kliniken, die im UK RUB verbunden sind, haben sich auf die Einführung eines neuen Fördersystems verständigt: Es richtet sich speziell an Medizinstudenten, die am Ende ihres Studiums ihre einjährige Praxisphase (so genanntes „Praktisches Jahr“) oder Teile davon an einem der beteiligten Standorte absolvieren. Danach erhalten alle Studenten im Praktischen Jahr für die Dauer ihres Einsatzes eine monatliche Förderung in Höhe von 400 Euro brutto. Voraussetzung ist, dass sie ihren Praxiseinsatz in einem der beteiligten Krankenhäuser des UK RUB absolvieren. Dazu gehören namentlich das Bergmannsheil Bochum, das Knappschaftskrankenhaus Bochum, das LWL-Universitätsklinikum Bochum, das Marienhospital Herne und das St. Josef Hospital Bochum.

Stärkung der Medizinerausbildung in der Region

Das neue Fördersystem ist bereits in Kraft. „Die Gesundheitswirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen des Ruhrgebietes – deshalb brauchen wir qualifizierte, leistungsorientierte Nachwuchsmediziner, die sowohl im klinischen wie im universitären Umfeld optimale Bedingungen vorfinden sollen“, sagt Hans-Werner Kick, kaufmännischer Vorstand des Verbandes Klinikum der Ruhr-Universität Bochum. Dabei geht die Vereinbarung der Standorte des UK RUB über die Förderung der PJ-Studenten noch hinaus. So schaffen die Krankenhäuser weitere Anreize, um qualifizierte Nachwuchsmediziner auch nach dem Praktischen Jahr für eine anschließende Anstellung zu gewinnen. Weitere Maßnahmen zielen beispielsweise darauf ab, in den beteiligten Kliniken spezielle Praxisräume auszubauen, in denen Studenten gezielt mit Untersuchungsverfahren und medizinischen Diagnostikgeräten vertraut gemacht werden können. „Eine unserer Stärken liegt in der vielfältigen und dezentralen Struktur unseres Universitätsklinikums“, erklärt Kick. „Medizinstudenten bekommen hier ein Spektrum an Disziplinen und Kompetenzen geboten, das in dieser Form und Breite sicher einzigartig ist.“

Über das Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum

Zum Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB) gehören die Standorte Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum, Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer, LWL-Universitätsklinikum Bochum, Marienhospital Herne und St. Josef und St. Elisabeth Hospital Bochum. Mit seinen 2.875 Betten und ca. 5.000 Mitarbeitern zählt das UK RUB zu den größten Universitätskliniken Deutschlands. Hier werden jährlich mehr als 93.000 stationäre und 260.000 ambulante Patienten behandelt. Darüber hinaus stellt das UK RUB insgesamt 710 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
(idw, 07/2010)

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