Intimes Reisesouvenir

(djd). Baden im Meer, Zugluft bei der Bootsfahrt oder feuchte Unterwäsche beim Wandern – gerade im Urlaub kann es leicht zu einer Verkühlung der Intimregion kommen. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Ein Blaseninfekt in der Ferienzeit wird von Gynäkologen oft als „Honeymoon-Zystitis“ bezeichnet. Denn egal ob Single oder in einer Paarbeziehung, im Urlaub genießen Menschen gerne die schönste Nebensache der Welt. Fakt ist: Beim Sex gelangen mitunter Darmbakterien von der Anal- in die Scheidenregion. Wandern diese bis in die Blase, sind Brennen beim Wasserlassen und vermehrter Harndrang die Folge.

Die Münchner Apothekerin Birgit Lauterbach erklärt: „E.-coli-Bakterien haben einen Trick auf Lager, um sich auf der Blasenschleimhaut einzunisten: Ihre Oberfläche besitzt spezielle Fühlermoleküle, die genau in Zellbausteine der Blasenschleimhaut passen. Dieses Schlüssel/Schloss-Prinzip kann unterbrochen werden – und zwar mit Extrakten aus der Cranberry, der amerikanischen Preiselbeere.“ Die Wirksamkeit des Wirkstoffkomplexes von Cranberry-Extrakt bei Blasenentzündung wurde in einer Studie kürzlich bewiesen (Prüfpräparat „Cystorenal Cranberry plus“, rezeptfrei in der Apotheke). Zum Schutz vor Harnwegsinfektionen sollten nasse Badekleidung oder feuchte Unterwäsche frühzeitig gewechselt und direkt nach dem Sex Wasser gelassen werden, um eventuell vorhandene Keime auszuspülen.

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