Internet-Apotheken: Für wen sie eine Alternative sind

Der Verkauf von Medikamenten im Internet ist fest etabliert. Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung kaufen die Medikamente inzwischen online. Daher hat sich der Markt für Medikamente drastisch verändert. Seit der Zulassung der Internetapotheken im Jahr 2004 stehen die Versender mit den stationären Apotheken im Wettstreit. Wer z.B. in der DocMorris-Apotheke im Internet oder anderen Möglichkeiten einkauft, hat vor allem bei Medikamenten ohne Preisbindung starke Vorteile.

Nicht-verschreibungspflichtige Medikamente unterliegen keiner Preisbindung mehr

Zwischen den Jahren 2008 und 2009 fiel der Gesamtumsatz der Versandhändler am Gesamtmarkt. Trotz des Rückgangs ist allerdings deutlich erkennbar, dass der Umsatz an nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten stieg. Ein Grund hierfür könnte sein, dass die Preisbindung bei diesen Medikamenten 2004 aufgehoben wurde. Dadurch kann jede Apotheke den Preis für diese Waren individuell festlegen. Online-Apotheken sind hier meistens im Vorteil. Sie verfügen über höhere Bestellmengen und sind daher in der Lage, die Mengenrabatte auszunutzen, die ansonsten ausschließlich den Großhändlern vorbehalten sind. Da die Preisbindung entfällt, sind daher günstigere Preise möglich, als bei den herkömmlichen Apotheken in der Innenstadt. Unterschiede in der Qualität gibt es dabei allerdings nicht. Zu Beginn der Versandapotheken wurden von verschiedenen Stellen spekuliert, dass Fälschungen in Umlauf gebracht werden könnten, sodass eine Gefahr von den Versendern ausgehe. Inzwischen ist allerdings durch verschiedene Studien bestätigt worden, dass die Rate der Fälschungen nicht höher ist, als bei der Apotheke in der Stadt.

Bei regelmäßigem Medikamenten-Kauf durch Internet-Apotheken Geld sparen

Obwohl die Internet-Apotheken mehrheitlich für den Kauf von rezeptfreien Medikamenten genutzt werden, ist es inzwischen möglich, alle Medikamente zu erhalten. Allerdings lohnt sich der Kauf via Internet nicht in jedem Fall. Handelt es sich um Medikamente für akute Erkrankungen, sollte auf die stationäre Apotheke zurückgegriffen werden. Werden die Arzneimittel allerdings regelmäßig benötigt, kann durch den Online-Kauf viel Geld gespart werden. Der Grund für diesen Umstand ist, dass bei rezeptpflichtigen Medikamenten eine Wartezeit entsteht. Um ein Mittel zu erhalten, müssen zunächst die Rezepte vorgelegt werden. Dies geschieht über den Postweg. Dadurch müssen einige Tage Wartezeit eingeplant werden. Denn erst nachdem das Rezept vorliegt, wird die Ware versendet. Bei chronisch Kranken spielt dieser Umstand in der Regel keine Rolle und auch bei Medikamenten für die Hausapotheke ist dies kein Nachteil.

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