Internationales Lungenkrebs-Meeting in Essen

11. Essener „Thoracic Oncology Expert Meeting“ des Lungenkrebszentrums am Westdeut-schen Tumorzentrum (WTZ) in der Philharmonie Essen: Internationale Fachexperten aus den USA, Frankreich, England, Polen, Belgien und Österreich sowie nationale Vertreter aus den großen deutschen Lungenkrebszentren in Heidelberg, München, Stuttgart, Mainz, Göttingen, Mannheim und Hemer diskutierten die aktuellsten Ergebnisse und Fragestellungen zur mo-dernen Lungenkrebsbehandlung.

Dabei lag der Schwerpunkt des diesjährigen Fachkongresses besonders auf den Innovatio-nen in der gezielten molekular und medikamentösen Tumortherapie und der interdisziplinären Behandlung der lokal-begrenzten und nicht-metastasierten Krankheitsstadien. „Die medika-mentöse Therapie des Lungenkarzinoms kann zunehmend auf die betroffene Person und damit auf molekular-biologische Veränderungen des Tumors individuell zugeschnitten wer-den“, erläutert Dr. Wilfried Eberhardt, Geschäftsführer des Lungenkrebszentrums am WTZ, der gemeinsam mit Prof. Martin Schuler, Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung), den Kongress leitete. „Mit der besseren molekulargenetischen Charakterisierung des Lungen-krebses ist eine spezifische und nebenwirkungsarme Therapie für viele Patienten bereits Rea-lität. Eine Chronifizierung vieler Krankheitsverläufe ist dadurch zunehmend möglich.“, ergänzt Dr. Wilfried Eberhardt. Für die definitive Heilung müssen genau interdisziplinär abgestimmte Therapiekonzepte typischerweise unter Beteiligung von medikamentöser Therapie, Strahlen-therapie und Operation eingesetzt werden.
Die enge Kooperation der Ruhrlandklinik mit den Abteilungen der Inneren Klinik (Tumorfor-schung), der Strahlentherapie, der Pathologie, der Radiologie und der Nuklearmedizin hat in Essen seit vielen Jahren Tradition. „Die Deutsche Krebsgesellschaft hat mit der Zertifizierung als Lungenkrebszentrums die gute Arbeit des Zentrums anerkannt. So wird in Essen von der medikamentösen Innovation über die Tomotherapie und bald auch der Protonenbestrahlung bis hin zu minimal-invasiven Verfahren sowie organsparenden thoraxchirurgischen Eingriffen das gesamte Spektrum der Behandlung angeboten“, so Dr. Wilfried Eberhardt.

Nähere Informationen: Dr. Wilfried Eberhardt, Tel: 02 01 / 723-850 03, wilfried.eberhardt@uni-due.de
(idw, 07/2010)

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