Internationaler Workshop zum räumlichen Hören, Hörgeräten und Cochlea-Implantaten am HWK

Der Hörsinn des Menschen ist eine sehr wichtige Grundlage für die räumliche Orientierung. Das Lokalisieren von Schallereignissen wird wesentlich durch das Hören mit beiden Ohren ermöglicht.

Trotz der Wichtigkeit des binauralen Hörens im täglichen Leben ist noch erstaunlich wenig über die Prozesse im Nervensystem bekannt, die diesen Mechanismus bei gesunden Personen und bei Hörbeeinträchtigten steuern. Besonders komplex ist das Problem, Defizite im binauralen Hören mit Hilfe von Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten zu kompensieren.

Etwa 30 internationale Experten aus den Bereichen Physiologie, Psychoakustik, neuronale Modellierung, Audiologie, Signalverarbeitung und virtueller Akustik werden sich vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstands mit Kompensationsmöglichkeiten bei binauralen Hördefiziten auseinandersetzen.
Der Workshop wird vom ehemaligen HWK-Fellow Prof. Dr. Bernhard Laback (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien) und dem Sprecher des Exzellenzclusters „Hearing4All“, Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier (Universität Oldenburg) organisiert. Er ist Teil einer Serie von Veranstaltungen im Rahmen der Study Group „The Future of Hearing“, eine Kooperation des HWK mit dem Exzellenzcluster, in dem im Rahmen der dreijährigen Förderperiode wichtige Probleme der Hörforschung untersucht werden.

Als Sprecher konnten internationale Experten gewonnen werden. Prof. Dr. Ruth Litovsky ist ausgewiesene Expertin für das räumliche Hören von gesunden und hörgeschädigten Personen in komplexen akustischen Umgebungen, die sich in ihrer Arbeitsgruppe an der University of Wisconsin (USA) mit binauralem Hören bei Trägern von Cochlea-Implantaten beschäftigt. Auch Prof. Dr. John Middlebrooks (University of California at Irvine, USA), der zur Zeit als Fellow am HWK zu Gast ist, wird die Tagung mit seinen Forschungsergebnissen zu binauralen Verarbeitungsmechanismen im Gehirn bereichern, die er mit Hilfe von Verhaltens- und physiologischen Daten und durch neuronale Modellierungsprozesse sammelt.
Die Tagung ist auch für junge Wissenschaftler aus dem Exzellenzcluster Hearing4All geöffnet, die bei dem Workshop mit einigen der weltweit besten Forscher auf ihrem Gebiet diskutieren können.
Tagungssprache ist Englisch.

Kontakt:
Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Universität Oldenburg, E-Mail: birger.kollmeier@uni-oldenburg.de
Prof. Dr. Bernhard Laback, Österreichische Akademie der Wissenschaften, E-Mail: Bernhard. Laback@oeaw.ac.at
Presseanfragen: Heidi Müller-Henicz, Tel.: 04221 9160-214, E-Mail: hmuehenicz@h-w-k.de.

Scroll to Top