Internationale Tagung zum autonomen Nervensystem

Rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt werden sich in Gießen ab dem 29. Juli 2013 fünf Tage lang mit dem autonomen Nervensystem beschäftigen. Die Tagung der International Society for Autonomic Neuroscience (ISAN) sowie der European Federation of Autonomic Societies (EFAS) wird federführend von Prof. Dr. Wolfgang Kummer vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen organisiert. Auf der Tagung präsentieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet – sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der klinischen Diagnostik und in der Therapie. Die Tagung beginnt am 29. Juli 2013 um 18.30 Uhr in der Aula mit der Begrüßung durch den JLU-Vizepräsidenten Prof. Dr. Adriaan Dorresteiijn.

Sämtliche lebenswichtigen Organfunktionen stehen unter der Kontrolle des autonomen Nervensystems. Störungen dieses Teils des Nervensystems sind für viele schwerwiegende und häufige Erkrankungen haupt- oder mitverantwortlich – zum Beispiel Bluthochdruck und Asthma bronchiale – und ein Gesamtausfall des autonomen Nervensystems führt unweigerlich zum Tod. Die wissenschaftliche Thematik ist daher sowohl von grundlagenwissenschaftlichem Interesse als auch von hoher klinischer Bedeutung.

Die International Society for Autonomic Neuroscience (ISAN) ist der weltweit führende Zusammenschluss von Forschern im Gebiet des autonomen Nervensystems, mit Fokus auf der Grundlagenforschung. Die European Federation of Autonomic Societies (EFAS) stellt den Zusammenschluss der nationalen europäischen Gesellschaften zur Erforschung des autonomen Nervensystems dar und hat in ihren Kongressen üblicherweise den klinischen Anteil etwas stärker als den Grundlagenanteil vertreten. Doppelmitgliedschaften in ISAN und EFAS von einzelnen Wissenschaftlern sind nicht selten.

Für sich alleine genommen ist schon der alle zwei Jahre stattfindende ISAN-Kongress das weltweit bedeutendste Treffen auf diesem Fachgebiet und stellt für autonome Neurowissenschaftler ein echtes Highlight dar. In Gießen wird mit diesem Kongress darüber hinaus die zweite Jahrestagung des vom Land Hessen geförderten LOEWE-Schwerpunkts „Non-neuronale cholinerge Systeme“ (Sprecher: Prof. Wolfgang Kummer) verbunden.

ISAN mit Sitz im Staat Victoria, Australien, ist eine von Beginn an global orientierte Gesellschaft. Die derzeit im Zweijahresrhythmus stattfindenden Tagungen fanden bisher auf wechselnden Kontinenten statt. Zu dem lokalen Organisationskomitee gehören neben Prof. Kummer auch Dr. Christina Nassenstein und Dr. Gabriela Krasteva aus Gießen, Prof. Dr. Eberhard Weihe und PD Dr. Burkhard Schütz aus Marburg sowie Prof. Dr. Hermann Rohrer und Dr. Urs Ernstberger aus Frankfurt. Im International Program Committee sitzen Wissenschaftler aus Nord- und Südamerika, Australien, Japan und Europa, was den internationalen Charakter der Veranstaltung unterstreicht. Die Ergebnisse werden, wie auch in den Vorjahren, in der Zeitschrift „Autonomic Neuroscience: Basic and Clinical“ in Abstractform publiziert und sind damit weltweit verfügbar.

Termin:
Montag, 25. Juli 2013, 18:30 Uhr, bis Freitag, 2. August 2013, Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen, Ludwigstraße 23, Gießen

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Kummer, Institut für Anatomie und Zellbiologie
Aulweg 123, 35385 Gießen
Telefon: 0641 99-470 00 / -01

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