Internationale Tagung in Homburg: Sonne und Vitamin D: Neue Impulse für die Medizin?

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Vitamin D ist auch als „Sonnenhormon“ bekannt. Unter anderem ist es an Prozessen des Knochenaufbaus, der Zellteilung und des Zellwachstums beteiligt und stimuliert das Immunsystem. Hat der Körper zu wenig Vitamin D, können Mangelerscheinungen auftreten. Das Vitamin kann mithilfe von UV-B-Strahlen des Sonnenlichts in der Haut hergestellt werden. „Doch dabei gilt es, auf ein gesundes Maß zu achten und sich nicht stundenlang ungeschützt der Sonne auszusetzen und vor allem Sonnenbrand zu vermeiden“, betont Professor Jörg Reichrath.

„Seit geraumer Zeit legen zahlreiche Studien außerdem den Schluss nahe, dass verschiedene Krebserkrankungen bei Vitamin-D-Mangel vermehrt auftreten und ungünstiger verlaufen“, sagt der Hautarzt weiter. Das mache Vitamin D für die Krebsprävention und -therapie interessant. In seiner Forschung beschäftigt sich Reichrath unter anderem mit der Frage, wie Vitamin D und chemisch ähnliche Verbindungen vor Hautkrebs schützen können. Er und seine Kollegen untersuchen beispielsweise das Zusammenspiel von Vitamin D und p53, ein Protein, das die Zellteilung bei Tumorzellen unterbinden kann.

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Bei dem Kongress kommen Wissenschaftler und Mediziner aus Europa und den USA zusammen, um über aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren. Neben der Rolle von Vitamin D bei Krebserkrankungen geht es am 21. und 22. Juni zum Beispiel um Vitamin D bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder um UV-Strahlen und Schwarzen Hautkrebs.

Am 22. Juni ab 14 Uhr stehen die biologischen Effekte von Licht auf den menschlichen Organismus im Mittelpunkt. Einen Hauptvortrag hält P. G. Lindqvist (Huddinge, Schweden) am 22. Juni (von 17.15 bis 18 Uhr). Er konnte in seinen viel beachteten Studien ein erhöhtes Mortalitätsrisiko bei Menschen, die sich kaum der Sonne aussetzten, nachweisen. In diesem Themengebiet werden J. Newton-Bishop (am 23. Juni, von 8.00 bis 8.45 Uhr) und J. Schöpe (am 23. Juni, von 8.45 bis 9.15 Uhr) den aktuellen Wissensstand über den möglichen Zusammenhang von künstlicher und natürlicher UV-Exposition und dem Melanom-Risiko aufzeigen. Daneben werden neue Erkenntnisse zu den positiven biologischen Wirkungen von Vitamin D und optischer Strahlung vorgestellt.

Prof. Dr. Jörg Reichrath organisiert das „Joint international Symposium: Vitamin D in Prevention and Therapy and Biologic Effects of Light“ zusammen mit seinem Homburger Kollegen Professor Dr. Thomas Vogt, dem Krefelder Mediziner Professor Dr. Michael Friedrich und Dr. Michael Holick von der Boston University. Unterstützt wird die Tagung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Link zum Programm:

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Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Jörg Reichrath
Leitender Oberarzt Hautklinik
Universitätsklinikum des Saarlandes
Tel.: 06841 16-23802
E-Mail: joerg.reichrath(at)uks.eu


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