Internationale Tagung: Die Gabe der Nahrung

Nahrungsgaben, die aus der Praxis verschiedener pädagogischer Kontexte nicht mehr wegzudenken sind, offerieren zahlreiche Anschlussmöglichkeiten zwischen PädagogInnen und deren AdressatInnen. Sie ermöglichen Kommunikation und Interaktion. Über sie werden soziale Beziehungen und Verhältnisse gebildet. Diesem Gegenstands- und Handlungsbereich der Pädagogik widmet sich die Fachtagung und will diesen entlang ausgewählter philosophischer, kultur- und erziehungs-wissenschaftlicher Perspektiven analysieren. Im Rahmen einer gegenstandsbezogenen theoretischen Annäherung wird die Gabe der Nahrung hinsichtlich ihrer Bedeutung wie auch Konstitution näher bestimmt. Darüber hinaus werden aktuelle moralisch-ethische Fragen des Diskurses um den Komplex Essen aufgegriffen und in Bezug auf den Tagungsgegenstand diskutiert. Zudem wird Bezug genommen auf transnationale Arbeiten über das Geben sowie Nehmen von Speisen und schließlich werden Perspektiven aufgegriffen, die die bildungsspezifische Relevanz von Nahrungsgaben thematisieren.
Die Tagung hat eine interdisziplinäre und internationale Ausrichtung. Eingeladen sind ausgewiesene ExpertInnen der Erziehungswissenschaften, der Soziologie, der Philosophie, der Geschichtswissenschaften und der Kulturwissenschaften aus Deutschland, USA, Japan und Brasilien. Sie wird von dem BMBF- und ESF-geförderten Projekt: „Erwartungen, Praktiken und Rituale – Explorationen des Übergangs zwischen Elementar- und Primarbereich (am Beispiel von Ernährung)“, Universität Trier (Prof. Dr. Birgit Althans/ Dr. Friederike Schmidt) in Kooperation mit dem Arbeitsbereich „Anthropologie und Erziehung“, Freie Universität Berlin (Prof. Dr. Christoph Wulf) veranstaltet. Sie findet vom 20.-22. Juni 2013 in der Domäne Dahlem, Berlin statt.
Nähere Informationen unter www.gabe-der-nahrung.de.

Hintergrund:
Der Förderbereich „Kooperation von Elementar- und Primarbereich“ ist Teil des ESF-Programms „Professionalisierung des pädagogischen Personals im frühkindlichen Bereich“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen Transparenz, Qualität und Anschlussfähigkeit der Aus- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte. Die Vorhaben haben das Ziel, empirische Erkenntnisse über institutionelle und personelle Voraussetzungen und Notwendigkeiten im Bereich des Übergangs zu gewinnen. 18 Vorhaben im Förderbereich „Kooperation von Elementar- und Primarbereich“ werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Bundesmitteln sowie von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (Förderperiode 2008 bis 2013) mit insgesamt rund 4,2 Mio. € finanziert.

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