Internationale Naturstoffforschung an der Universität Göttingen: vier Humboldt-Stipendiaten an der Fakultät für Chemie

Pressemitteilung Nr. 99/2010

Internationale Naturstoffforschung an der Universität Göttingen
Alexander von Humboldt-Stiftung fördert Gastwissenschaftler in der Chemie

(pug) Gleich vier Gäste aus drei Kontinenten forschen derzeit mit Stipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Fakultät für Chemie der Universität Göttingen. Sie gehören zum Arbeitskreis von Prof. Dr. Hartmut Laatsch am Institut für Organische und Biomolekulare Chemie. Das Interesse an der Naturstoffforschung führt sie aus den verschiedensten Ecken der Welt in Göttingen zusammen.

Aus Kenia kommt Josephat Matasyoh, der sich während seines einjährigen Aufenthaltes der Malariaforschung widmet. Er beschäftigt sich mit Substanzen, die aus Bakterien und Pilzen gewonnen werden: Für die Larven von Insekten, die Malaria übertragen können, sind diese Substanzen tödlich. Dr. Naheed Riaz aus Pakistan ist in Göttingen, um neue Antibiotika aus marinen Mikroorganismen zu gewinnen. Das Meer ist auch im weitesten Sinne das Arbeitsgebiet von Hari Datta Bhattarai aus Nepal: Er isoliert Stoffe aus Bakterien, die als so genannte Anti-Fouling-Stoffe den Bewuchs von Schiffsrümpfen oder ähnlichem mit Algen, Seepocken und anderen Meeresorganismen aufhalten oder verhindern können. Argentinien ist das Heimatland von Carlos R. Pungitore. Sein Interesse während des Gastaufenthalts gilt dem menschlichen Erbgut, insbesondere bestimmten Enzymen, die bei der Zellteilung für die Verdopplung von DNA-Molekülen verantwortlich sind. Diese sind mögliche Angriffspunkte für Antibiotika und Zytostatika.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forschern. Ein wichtiger Aspekt der verschiedenen Stipendienprogramme ist die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen mehrmonatiger Gastaufenthalte in Deutschland. Die Stipendiaten können ihre Kooperationspartner in Deutschland frei wählen; die Göttinger Fakultät für Chemie zählt dabei zu den drei am häufigsten gewählten Standorten dieser Disziplin.

Hinweis an die Redaktionen:
Ein Foto der Stipendiaten in Druckauflösung haben wir unter der Adresse <www.uni-goettingen.de> zum Download bereitgestellt.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Hartmut Laatsch
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Chemie
Institut für Organische und Biomolekulare Chemie
Tammannstraße 2, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-3211, Fax (0551) 39-9660
E-Mail: hlaatsc@gwdg.de
(idw, 05/2010)

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