Interesse am Karriereweg FH-Professur wächst

„Es wird zunehmend schwieriger, qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber für freie Professuren zu gewinnen“, sagt Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. „Der Karriereweg FH-Professorin oder Professor ist vielen geeigneten Personen schlicht nicht bekannt. Das soll sich ändern“, so Zaby. Er ist Vorsitzender von UAS7, dem Verbund führender deutscher Fachhochschulen. Die Hochschulallianz hat die wissenschaftliche Nachwuchsgewinnung für Fachhochschulen zu einem erklärten Ziel gemacht und tourt mit einer Roadshow durch Deutschland, um Wissenschaftler/innen und forschungsbegeisterte Praktiker/innen aus der Wirtschaft über den Karriereweg FH-Professor/in zu informieren. Denn allein die UAS7-Hochschulen besetzen jährlich über 100 Professuren neu.

Nach Stationen an der FH Münster und der Hochschule Bremen gab es am 29. September 2017 einen Informationstag an der HWR Berlin. 100 Doktorand/innen, Post-Docs und Professionals aus allen Branchen nahmen teil. Zaby ermutigte die Interessent/innen, am Ziel FH-Professur festzuhalten: „Der Beruf hat viel zu bieten, die Chance, die eigene Leidenschaft für ein Fach an Studierende weiterzugeben, zur Bildung der nächsten Generation beizutragen und eng vernetzt mit der Praxis zu forschen – und das alles bei hoher inhaltlicher Flexibilität und beruflicher Sicherheit“. Prof. Dr.-Ing. Thomas Netzel, Vizepräsident der HAW Hamburg, beschrieb seinen Karriereweg, der von einer Führungsposition bei Airbus Hamburg auf die Professur für Mess- und Regelungstechnik im Fahrzeug- und Flugzeugbau an der HAW Hamburg führte und inzwischen ins Amt des Vizepräsidenten. In dieser Funktion verbindet er die Bereiche Forschung, Transfer und Internationalisierung.

Die wissenschaftliche und praktische Doppelqualifikation, die bei Bewerbungen auf eine FH-Professur vorausgesetzt wird, ist für viele eine Einstiegshürde. Neben Studium, Promotion, Erfahrung in Lehre und Forschung ist eine mindestens fünfjährige Berufspraxis nachzuweisen. Drei Jahre davon müssen außerhalb der Hochschule gesammelt worden sein. Neben hohen Ansprüchen an die wissenschaftliche und pädagogische Kompetenz ist auch die Fähigkeit, praxisrelevantes Wissen aus der eigenen Berufserfahrung zu vermitteln, eine entscheidende Anforderung an Bewerberinnen und Bewerber um eine FH-Professur.

Bei der UAS7 Roadshow wird aufgezeigt und diskutiert, wie man sich optimal darauf vorbereiten kann, die Anforderungskriterien zu erfüllen. Am 8. Dezember 2017 ist die FH Osnabrück nächste Station der Informationsreihe.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist mit über 10 000 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in mehr als 50 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin unterhält aktuell rund 170 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Als eine von Deutschlands führenden Hochschulen bezüglich der internationalen Ausrichtung von BWL-Bachelorstudiengängen belegt die HWR Berlin Spitzenplätze im deutschlandweiten Ranking des CHE Centrum für Hochschulentwicklung und nimmt auch im Masterbereich vordere Plätze ein. Aus einer bundesweiten Umfrage von DEUTSCHLAND TEST ist die Hochschule 2017 wiederholt als „TOP Business School“ im Weiterbildungsbereich hervorgegangen. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

www.hwr-berlin.de

Hochschulallianz UAS7

Zum Verbund gehören die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die Hochschule Bremen, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Technische Hochschule Köln, die Hochschule München, die FH Münster und die Hochschule Osnabrück. Sie haben sich zum Netzwerk „Seven Universities of Applied Sciences – Alliance for Excellence“ (UAS7) zusammengeschlossen. Die UAS7-Hochschulen erarbeiten gemeinsam Qualitätsstandards für Studium und Lehre, fördern den nationalen und internationalen Austausch in der Wissenschaft und unterstützen den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen.

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