Intelligenter heizen

(djd). Bereits heute ist das Energieversorgungssystem keine Einbahnstraße mehr: Verbraucher etwa mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sind zugleich Kunde und Lieferant der Stromversorgungsunternehmen. Und die Vernetzung wird in naher Zukunft deutlich zunehmen. Denn die „Smart Grids“, die intelligenten Stromnetze, sollen schon bald Realität werden und Stromverbrauch und -kosten je nach Angebot und Nachfrage bestmöglich regeln.

Intelligente Heizung nutzt Stromtarife optimal

Voraussetzung für die sinnvolle Nutzung der Technik sind Geräte beim Endverbraucher, die den verfügbaren Strom intelligent nutzen können. Bei Haushaltsgeräten ist das nur bedingt möglich, ausgezeichnet geeignet dafür sind dagegen Wärmepumpen mit intelligenter Steuerungstechnik. Einer der Vorreiter ist hier zum Beispiel der Wärmepumpenproduzent Neura. Die gesamte Produktreihe ist bereits heute „Smart Grid“-fähig und damit 100 Prozent zukunftssicher.

Die sogenannten Smart Grids liefern nicht nur Strom, sondern auch den aktuellen Tarif ins Haus. Steigt der Preis, weil beispielsweise gerade wenig Wind weht und die Sonne nicht scheint, schaltet sich die Wärmepumpe ab, Heiz- und Warmwasserbedarf werden über einen großen Warmwasserspeicher gedeckt. Ist Strom aus Wind, Sonne und Wasser überreichlich im Netz, sinkt der Tarif. Die Wärmepumpe schaltet sich dann an und heizt den Warmwasserspeicher auf.

Eigengebrauch von Solarstrom lohnt sich

Ein Forschungsprojekt des Wärmepumpenherstellers Neura mit einer E.ON-Tochter untersucht die Nutzung der „Smart Grid“-Technik für die Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom, alle Informationen dazu gibt es unter http://www.neura.de. Der Sonnenstrom wird dabei nicht oder nur teilweise ins Netz gespeist und stattdessen über die moderne Technik für die Wärmepumpe genutzt, die thermische Energie erzeugt und speichert. „Attraktiv sind solche Lösungen auch, weil nach dem geänderten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) selbst produzierter Strom nicht mehr so hoch wie früher vergütet wird“, erläutert Neura-Geschäftsführer Hannes Jakob. Diese geänderte Regelung sei in der Praxis quasi eine Verpflichtung zum Eigengebrauch.

Scroll to Top