Intelligente Gele für die Medizin: Trainingsverbund BIOGEL nimmt die Arbeit auf

„Dieses Netzwerk bietet die Gelegenheit, zusammen mit exzellenten Partnern aus Wissenschaft und Industrie Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben und auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten“, so Prof. Dr. Martin Möller, wissenschaftlicher Direktor des DWI. Die BIOGEL-Mitglieder werden neuartige responsive und biologisch inspirierte Hydrogele als Bestandteile von medizinischen Beschichtungen, medizinischer Diagnostik und für die Geweberegeneration entwickeln, etwa für die Regeneration von Herz-, Knorpel- oder Nervenzellen.

„Hydrogele ähneln von ihrer Konsistenz dem weichen, körpereigenen Gewebe. Sie können minimalinvasiv injiziert werden und passen ihre Form den Gegebenheiten im Körperinneren an. Biologische Moleküle und medizinisch wirksame Substanzen, die in das Polymernetzwerk eingeschlossen werden, können mit bestimmten Proteinen im Körper interagieren, das Wachstum der körpereigenen Zellen stimulieren oder Zellen in eine bestimmte Richtung dirigieren“, erklärt DWI-Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Laura De Laporte den Ansatz. „Durch Auswahl geeigneter molekularer Bausteine können Spezialisten die Eigenschaften der Hydrogele je nach Anwendung maßschneidern.“

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die fundierte Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern. Insgesamt 14 Doktoranden und Doktorandinnen werden die Möglichkeit erhalten, ein Promotionsstudium im Rahmen des interdisziplinären Netzwerks zu absolvieren. Sie werden jeweils von einer der Einrichtungen betreut, bekommen aber bei Gastaufenthalten an den Partnerinstitutionen, bei gemeinsamen Workshops und wissenschaftlichen Symposien Gelegenheit, die verschiedenen Schritte der Entwicklung medizinischer Produkte kennenzulernen, von den grundlegenden Versuchen im Forschungslabor über die Validierung bis zur praktischen Umsetzung.

Mit dem Auftakt-Treffen der Projektpartner am 19. Januar in Aachen nimmt das Netzwerk seine Arbeit auf.

Die Partner von BIOGEL: DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien (Aachen); Radboud Universiteit (Niederlande), Universidad de Valladolid (Spanien), Austrian Instituts of Technology (Österreich), Centre for Research and Technology Hellas (Griechenland), NovioSense (Niederlande), Pepscan (Niederlande), LifeTec Group (Niederlande), Technical Protein Nanobiotechnology (Spanien), Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL, Schweiz), Synolyne Pharma (Belgien), University of Pennsylvania (USA), University of Osaka (Japan)

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