Insektenstiche – erkennen, vorbeugen und richtig behandeln

Insektenstiche

Wenn es überall summt und brummt, spricht das für eine lebendige Natur. Doch das Umherschwirren von Wespen, Bienen, Mücken, Bremsen und Hornissen kann auch unschöne Folgen haben. Wird man von einem Insekt gestochen, können Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen Juckreiz und Schmerzen helfen. Allerdings kann auch der Gang zum Arzt erforderlich sein. Wir zeigen, wie man verschiedene Insektenstiche voneinander unterscheiden kann, was im Ernstfall zu tun ist und wie man Insektenstichen vorbeugen kann.

Insektenstiche erkennen und unterscheiden

Nur selten wird der Übeltäter bei einem Insektenstich auf frischer Tat ertappt. Daher ist es für viele schwer, den Insektenstich einem bestimmten Insekt zuzuordnen. Dieser Schritt ist jedoch wichtig, hängt die Behandlung des Stichs doch davon ab, welches Insekt hier sein Unwesen getrieben hat. Bei einer Biene muss unter Umständen noch der Stachel entfernt werden; Zecken sollten sofort herausgezogen werden, um einer Borreliose vorzubeugen. Auch kann es in einigen Fällen zu allergischen Reaktionen kommen. Dann ist beim Arzt die Durchführung eines Allergietest angebracht.

Nachfolgend eine Übersicht, welche Merkmale typisch für Stiche bestimmter Insekten sind:

  • Stechmücke: Typischerweise bildet sich eine kleine Quaddel um die Einstichstelle. Auch sehr starker Juckreiz, eine mittlere Rötung, eine geringe Schwellung und ein sehr geringer Schmerzfaktor weisen auf Kontakt mit einer Stechmücke hin.
  • Bremse: Relativ häufig fängt beim Stich durch eine Bremse die Einstichstelle an zu bluten. Anders als bei einem Stich durch eine Mücke, zeigt sich eine starke Rötung und Schwellung. Ebenso stark sind Juckreiz und Schmerzfaktor.
  • Biene/Wespe: Ein starker Juckreiz, eine mittlere Rötung, eine starke Schwellung sowie starke Schmerzen deuten auf einen Bienen- oder Wespenstich hin. Bei einem Bienenstich muss der Stachel entfernt werden, da dieser beim Stechen steckenbleibt.
  • Wanze/Floh: In den meisten Fällen lassen sich bei Stichen durch Wanzen und Flöhe gleich mehrere Einstichstellen in einer Reihe finden. Schwellung und Schmerzen sind gering ausgeprägt, die Rötung mittel. Dafür klagen Betroffene häufig über einen starken Juckreiz.
  • Zecke: Zeckenstiche lassen sich nur mit äußerster Sorgfalt auswindig machen. Anfangs machen sie sich weder durch einen besonderen Juckreiz noch durch Rötung, Schwellung oder Schmerzen bemerkbar. Schnelles Handeln ist jedoch wichtig, bleiben Zecken doch in der Haut stecken und können Borrelien übertragen. Zudem kann sich eine charakteristische Wanderröte zeigen.

Insektenstiche mit Erste-Hilfe-Maßnahmen behandeln

Was tun, wenn der Stich schmerzt und die Stelle geschwollen ist? Nur in wenigen Ausnahmefällen muss man bei Insektenstichen einen Arzt aufsuchen. Wichtig ist, auf allergische Reaktionen wie Schwindel, Atemnot und Herzrasen zu achten. Tritt eines dieser Symptome auf, sollte umgehend der Notruf alarmiert werden. Ebenso Symptome einer allergischen Reaktion sind Schwellungen von Haut und Schleimhäuten, Übelkeit oder Erbrechen, Bauchkrämpfe und Abgang von Stuhl.

Bei einem klassischen Insektenstich kann man sich selbst mit einfachen Tipps Linderung verschaffen:

  • Kühlen mit Eiswürfel, kühlem Umschlag oder feuchtem Tuch
  • Wärmebehandlung, zum Beispiel durch elektronische Stichheiler oder einen erhitzten Löffel
  • Cremes und Gels mit Antihistaminika
  • Präparate mit Kortison
  • Kühlende und desinfizierende Gels, Sprays und Salben

So kann man Insektenstiche vermeiden

Heilpflanzen können bei einigen Krankheiten und Beschwerden hilfreich sein. Sie können aber auch als vorbeugende Maßnahmen bei Insektenstichen eingesetzt werden. Man weiß etwa, dass Insekten mit Nelken-, Lavendel- und Zitronenöl vertrieben werden können. In Form von Lotionen, Kerzen und Duftölen können sie Insekten fernhalten. Auch andere ätherische Öle wie Eukalyptus, Rosmarin, Zeder und Gewürznelke können Insekten vertreiben. Außerdem sind helle Kleidung, lange Hosen und Pullover hilfreich. Auch Mückenschutzmittel oder Duschen am Abend können helfen. Durch letzteres werden lockende Duftstoffe, Milch- und Fettsäuren auf der Haut entfernt.

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