Innovationen zu Informationen über Produkteigenschaften

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es im Alltag oft schwierig, die von Anbietern genannten wichtigen Qualitätseigenschaften von Produkten richtig einzuschätzen. Hierbei kann es um unmittelbare Produkteigenschaften (zum Beispiel Anwendungs- oder Verwendungseigenschaften oder Inhaltsstoffe), um die Art der Herstellungsprozesse (zum Beispiel ressourcensparend, umwelt- und klimaschonend, oder ethisch verantwortlich wie beispielsweise beim Tierschutz) oder um die Herkunft des Produktes oder seiner Bestandteile oder Inhaltsstoffe gehen. Der Aussagewert verschiedener Label oder fachlicher Bezeichnungen kann von Verbrauchern nicht immer eingeordnet werden.

Im Vorfeld einer Konsumentscheidung kann häufig auf gedrucktes oder online verfügbares Informationsmaterial zurückgegriffen werden. Am Ort der Entscheidung oder des Einkaufs selbst sind Verbraucherinnen und Verbraucher dann auf fachkundige Auskunft angewiesen, die nicht immer unmittelbar und im gewünschten Umfang durch das Verkaufspersonal geleistet werden kann. Verschiedene Versuche für eine eigenständige Informationsgewinnung mit Handyabruf, PC-Lösungen oder auch mit RFID-Chips und Scannern haben jedoch bislang noch nicht zu allgemein verfügbaren Lösungen geführt.

Das Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert deshalb Innovationen im Bereich anwendungsbezogener Informationssysteme und –verfahren, um die Verbraucherinformation am Entscheidungs- und Verkaufsort zu verbessern. Von einer verstärkten Anwendung zum Beispiel der RFID-Technik, des mobilen Datenabrufs oder des Einsatzes innovativer Informationssysteme sind erhebliche Informationsgewinne für Verbraucher zu erwarten.

Mit dem Programm zur Innovationsförderung des BMELV sollen Forschung und Entwicklung, Wissenstransfer und bessere Rahmenbedingungen für Innovationen in der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie im Verbraucherschutz unterstützt werden. Es beinhaltet die Förderung von technischen und nicht-technischen Innovationen sowie von Vorhaben zur Steigerung der Innovationsfähigkeit einschließlich des Wissenstransfers. Jährlich stehen hierfür mehr als 25 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen sowohl zum Programm zur Innovationsförderung als auch zu spezifischen Richtlinien sind auf der BLE-Homepage unter <www.ble.de/innovationsfoerderung>, Programm des BMELV, zu finden. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden.

Für Fragen steht der Projektträger Innovationsförderung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gerne zur Verfügung (Dr. Holger Stöppler-Zimmer: Tel. 02 28/ 99 68 45 –32 81; E-Mail: innovation@ble.de).
(idw, 08/2010)

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