Innovationen für ein selbstbestimmtes Leben: Studiengang „Digitale Persönliche Assistenzsystem

Im Herbst 2013 startet an der FH JOANNEUM Graz ein neues zukunftsorientiertes und interdisziplinäres Bachelor-Studium, das Expertinnen und Experten ausbildet, die Informations- und Kommunikationssysteme zur Unterstützung des Menschen im Alltag planen, entwickeln und umsetzen. Das Informatik-Studium an der Schnittstelle zwischen IT und Gesundheit setzt den Schwerpunkt dabei auf Ambient Assisted Living (AAL), das altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes, unabhängiges und selbstbestimmtes Leben schaffen möchte. Ziel ist es, Konzepte, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die neue benutzerInnenfreundliche Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden und so die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten, vor allem im Alter, erhöhen. Dabei steht stets der Mensch im Mittelpunkt.

Automatische Notfall- und Sturzerkennung
Ein potenzielles Szenario für den Einsatz von digitalen persönlichen Assistenzsystemen ist etwa die automatische Erkennung von Notfällen mit anschließender Einleitung von Maßnahmen und der Benachrichtigung des Hilfsnetzwerks. Auch bei der Sturzerkennung können altersgerechte Assistenzsysteme künftig vermehrt zum Tragen kommen.

Individuum im Mittelpunkt
Da vor allem das Individuum und seine direkte Umwelt im Zentrum stehen, orientiert sich der Studiengang „Digitale Persönliche Assistenzsysteme“ am „Human Centered Computing“, einem neueren Teilgebiet der Angewandten Informatik. Hier geht es vor allem darum, die Lücken zwischen den beteiligten Disziplinen der Humanwissenschaften und der Computerwissenschaft zu schließen. Dementsprechend praxisorientiert und interdisziplinär ist auch der Studienplan gestaltet: Die Grundlagenausbildung im Informatik- und Mathematikbereich wird um spezifische Aspekte aus den Naturwissenschaften und der Medizin ergänzt und in enger Kooperation mit den Gesundheitsstudien der FH JOANNEUM umgesetzt. Neben den Schwerpunkten auf agile Softwareentwicklung, Digitale Medien und AAL-Technologien werden die Themenstellungen der Projekt- und Bachelor-Arbeiten (im 4. und 5. Semester) vor allem mit Themen aus der Sozialarbeit, der Diagnose und der Therapie kombiniert. Das Studium wird nach sechs Semestern mit dem akademischen Grad „Bachelor of Science in Engineering“ abgeschlossen.
Studiengangsleiter Werner Fritz: „Mit dem neuen Studienangebot ‚Digitale Persönliche Assistenzsysteme‘ schaffen wir ein innovatives einzigartiges Informatik-Studium, das in ausgeprägter Weise den Menschen und seine spezifischen Bedürfnisse in den unterschiedlichsten Lebenslagen in den Mittelpunkt stellt. Die Studierenden lernen in interdisziplinären Teams, benutzerInnenfreundliche und leicht zu bedienende Systeme der Informations- und Kommunikationstechnologien zu entwickeln, die zum Nutzen und Wohle der Menschen eingesetzt werden.“

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