Informationsdienst Altersfragen 6/2013 mit dem Schwerpunkt „Lebenslagen bei Erwerbsminderung“

Das Heft behandelt die Problematik in drei Beiträgen:

Gerhard Bäcker führt in das Thema mit seinem Beitrag „Erwerbsminderungsrenten: Wiederkehr eines (fast vergessenen) sozialen Problems“ ein. Auf der Grundlage des Befundes eines kontinuierlichen Rückgangs der Rentenhöhe von Erwerbsminderungsrenten zwischen 2000 und 2012 analysiert er die Ursachen hierfür und leitet sozialversicherungsrechtlichte Reformbedarfe ab.

Stefanie Märtin und Pia Zollmann nehmen in ihrem Beitrag „Die gegenwärtige sozioökonomische Situation von Erwerbsminderungsrentnern und -rentnerinnen und ihren Haushalten“ auf der Grundlage eines Forschungsprojektes der Rentenversicherung in den Blick. Im Projekt „Sozioökonomische Situation von Personen mit Erwerbsminderung“ wurden Routinedaten aus der Rentenversicherung mit Daten aus einer Befragung von in Deutschland lebenden Erwerbsminderungsrentner/-innen, die 2008 berentet wurden und 2011 noch im Rentenbezug standen, verknüpft. Die Ergebnisse liefern Informationen über die Quellen und Höhe der Einkünfte der Rentner/-innen und ihrer Haushalte, die Armutsbetroffenheit bzw. Armutsbedrohung und eventuelle Einschränkungen für die soziale Teilhabe des Personenkreises.

Tanja Kunze und Elisabeth Benöhr berichten über die „Wiedereingliederung erwerbsgeminderter Rentner und Rentnerinnen ins Arbeitsleben: Das Modellprojekt ‚WeRA‘ der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg“. Das Projekt legt den Fokus auf die Wiedereingliederung in die Erwerbstätigkeit bei festgestellter Rest- bzw. Teilleistungsfähigkeit unter sechs Stunden. Bei betroffenen Personen werden im Modellprojekt verstärkt Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben geprüft und bewilligt mit dem Ziel, am Ende die Wiedereingliederung an einem konkreten, dem Leiden angepassten Arbeitsplatz zu erreichen. Die konkreten Maßnahmen, der Verlauf und notwendige Gesetzesreformen aus der Sicht des Projektes werden beschrieben.

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