Informationsdienst Altersfragen 4/2012: Männer in der Pflege älterer Angehöriger erschienen

Das Heft widmet sich dem Thema mit vier Beiträgen:
Manfred Langehennig stellt die Ergebnisse aus 75 biografisch-narrativen Interviews mit pflegenden Männern vor. Für den qualitativen Forschungsansatz war wesentlich, dass die Männer nach ihrem eigenen Verständnis männliche (oder weibliche) Akzente ihrer Pflegetätigkeit setzen und im männlich geprägten Gender konstruieren konnten. Die ausgewählten Ergebnisse der Studie betreffen die Gestaltung der Pflegerolle, das Erleben der Pflege und die Motive der Pflegeübernahme. Fazit und Ausblick richten sich auf Männlichkeitsentwürfe pflegender Männer und Angebote zur Förderung ihrer Pflegebereitschaft.

Stefanie Klott berichtet über Ergebnisse ihrer Interviewstudie mit pflegenden Söhnen. Die Hauptergebnisse berücksichtigen die Motivation für die Pflegeübernahme eines Elternteils, die ausgeübten Pflegetätigkeiten, die Inanspruchnahme von Hilfen, die Herausforderungen, das Coping, den Pflegestil und positive Seiten der Pflegesituation.

Martin Rosowski betrachtet die aktive Beteiligung von Männern an der Pflege und ihre Besonderheiten, die in vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen und Rollenmustern einer stärkeren Pflegebeteiligung entgegen stehen. Für die Pflege im familiären Bereich und im Bereich der Altenpflege werden neue Initiativen dargestellt, um die demografischen Herausforderungen der Pflege gerechter auf Männer und Frauen zu verteilen.

Detlef Betz beschreibt die Erfahrungen mit einem Praxisprojekt des Diakonischen Werks Hessen und Nassau für in der Angehörigenpflege engagierte Männer. Er berichtet über Ziele, Inhalte, Teilnehmer, Gruppenleiter und Zeitrahmen sowie über die Rückmeldungen der Männer des Männertreffs.

Die Beiträge werden durch themenbezogene Kurzinformationen aus der Altersforschung sowie aus Politik und Praxis der Altenhilfe ergänzt.

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