Informatiker der FAU entwickeln elektronische Patientenkurve

Die Herausforderung besteht darin, ein System zu entwickelt, das die Komplexität und Flexibilität der Papierkurve abbildet, aber dennoch genauso einfach bedient werden kann. „Wenn die elektronische Kurve auch nur gefühlt schlechter ist als die Papierversion, sinkt die Akzeptanz dramatisch“, sagt Dr. Stefan Skonetzki-Cheng, Projektleiter am Lehrstuhl für Medizinische Informatik. Zusätzlich muss das System mit dem im Stationsalltag bisher verwendeten klinischen EDV-System über Schnittstellen integriert sein.

VMobile erfüllt diese Anforderungen. Das „V“ steht für Visite. Anstelle von Papier nutzt diese elektronische Patientenkurve mobile Rechner mit Stift-Bedienung, so genannte Tablet-PCs. Durch enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegekräften ist es gelungen, ein direkt an den alltäglichen Anforderungen orientiertes System zu entwickeln, das sich reibungslos in den Klinik-alltag integriert. Die Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen arbeitet bereits seit mehr als einem Jahr erfolgreich damit. Die gewonnenen Erfahrungen nutzen die Entwickler, um kontinuierlich das System zu verbessern. „VMobile läuft inzwischen so erfolgreich, dass schon eine ganze Reihe weiterer Stationen die Einführung angefragt haben“, sagt Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch, Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Informatik und Leiter des Medizinischen Zentrums für Informations- und Kommunikationstechnik am Universitätsklinikum Erlangen.

Zurzeit arbeitet das Team hinter VMobile daran, das System auch kommerziell zu vertreiben. Kern der Geschäftsidee ist die Vermarktung der Software VMobile sowie das Anbieten von zusätzlichen Beratungs-, Programmier- und Integrationsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Einführung und dem Betrieb von VMobile bei den Kunden.

Mehr Informationen:
Dr. Stefan Skonetzki
Tel.: 09131/85-26755
stefan.skonetzki@imi.med.uni-erlangen.de

Dr. Kai Beckmann
Tel.: 09131/85-33553
kai.beckmann@uk-erlangen.de

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