In der Asklepios Klinik Hamburg-Harburg werden Nierensteine noch schonender entfernt

„Der Arbeitskanal für die Punktion der Niere ist nur noch etwa ein Drittel so groß wie bei der PCNL-Methode bislang üblich. Blutverlust und Verletzungsrisiken für das Nierengewebe sind deutlich geringer“, erläutert Prof. Dr. Thorsten Bach, Chefarzt des Urologischen Zentrums der Asklepios Klinik Harburg, die Vorteile der neuen Methode. „Deshalb erholen sich die Patienten nach dieser vergleichsweise schonenden und kurzen OP auch schneller. Außerdem ist aufgrund der hohen Steinentfernungsrate meist keine zweite Behandlung nötig“, berichtet Prof. Bach.

Das neue „Ultra-Mini-PCNL“-Verfahren eignet sich vor allem für Steine von einer Größe zwischen einem und zwei Zentimetern. Prof. Bach und sein Team haben mit dieser verbesserten Art der perkutanen Steintherapie, also dem Zugang durch die Haut mit kleinsten Hightech-Instrumenten, sehr gute Erfahrungen gemacht. „Wir führen diesen Eingriff inzwischen häufig durch“, sagt Professor Bach, der diese neue technische Entwicklung in Harburg eingeführt hat. Zum Vergleich: Die klassische PCNL (= perkutane Nephrolithotomie, d.h. Punktion per Endoskop durch die Haut) nutzt deutlich größere Instrumente und benötigt deshalb einen Arbeitskanal ins Niereninnere von etwa einem Zentimeter Durchmesser.

Für Patienten mit kleineren Steinen stehen in der Asklepios Klinik Harburg neben dem neuen „Ultra-Mini-PCNL“-Verfahren auch weiterhin zwei bewährte und zugleich moderne Verfahren zur Steinentfernung zur Verfügung: Die Ureterorenoskopie (URS), eine Harnleiterspiegelung, bei der die Steine über eine flexibles Endoskop durch die Harnröhre entfernt werden, sowie die ESWL genannte Stoßwellentherapie, bei der die Steine berührungsfrei mit Hilfe von Ultraschallwellen in der Niere zertrümmert werden. „Damit können wir unseren Patienten je nach Steingröße immer die beste und schonendste Methode zur Steinentfernung anbieten – und die Betroffenen auf diese Weise mit möglichst geringem Risiko von Schmerzen befreien oder vor drohenden Komplikationen schützen“, sagt Prof. Bach. Eine gute Nachricht für die rund 100.000 Betroffenen in der Metropolregion Hamburg, darunter auch geschätzt mehr als 15.000 Harburger. Denn etwa fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet unter schmerzhaften Nierensteinen, Tendenz steigend.

Prof. Bach wurde in den vergangenen Jahren für seine Forschungsarbeiten mehrfach von urologischen Fachgesellschaften und Stiftungen mit Preisen ausgezeichnet. Derzeit überarbeitet und entwickelt Prof. Bach zusammen mit führenden Fachkollegen die neuen, bundesweit gültigen Leitlinien für Mediziner zur Diagnostik und Behandlung von Nierensteinen.

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