Ergebnisse der IMPULS-Studie (1,2) zeigen eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten, die langfristig mit einem bestimmten Antiarrhythmikum behandelt werden. Auch der Anteil der Patienten im Sinusrhythmus nahm im Therapieverlauf deutlich zu. Die unter Leitung des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen e.V. (BNK) und des Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET) von Januar 2012 bis Dezember 2013 durchgeführte IMPULS-Studie ist die erste größere Beobachtungsstudie zu dem definierten Antiarrhythmikum unter Bedingungen der täglichen Praxis in Deutschland.
IMPULS-Studie: Lebensqualität verbessert
In der prospektiven nicht-interventionellen IMPULS-Studie dokumentierten 161 niedergelassene Kardiologen, hausärztlich tätige Internisten und Allgemeinärzte insgesamt 549 Patienten, die bereits vorbehandelt waren oder erstmalig Dronedaron erhielten. Während des einjährigen Behandlungszeitraums wurden die Funktionen von Herz, Leber und Niere engmaschig überprüft. Das mittlere Alter der Patienten (68 Jahre) und die Geschlechterverteilung (57 ,3 % Männer; 42,7 % Frauen) entsprachen der typischen Population mit Vorhofflimmern in der Praxis. Die Mehrzahl der Patienten (71%) hatte paroxysmales Vorhofflimmern.
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Prof. Dr. med. Andreas Goette, Chefarzt Kardiologie und Internistische Intensivmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus GmbH in Paderborn erläutert die IMPULS-Studie und ihre Ergebnisse im Zusammenhang mit der Lebensqualität von Patienten mit Vorhofflimmern und der Bedeutung für die kardiologische Praxis
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IMPULS-Studie
Die Patienten wurden gebeten, in regelmäßigen Abständen etablierte Fragebögen zur Erfassung ihrer Lebensqualität auszufüllen. Das Ergebnis: Im Verlauf eines Jahres verbesserte sich die Lebensqualität der Patienten auf einer 100-stufigen visuellen Analogskala (0 schlechtester Wert, 100 bester Wert) signifikant von 62 ± 17 Punkten um 11 ± 19 Punkte. Auch im “Quality of life questionnaire for patients with atrial fibrillation” (AF-QoL) Fragebogen fanden sich klinisch und statistisch signifikante Verbesserungen in den Dimensionen psychische Beeinträchtigung (um 16 ± 24 Punkte), körperliche Beeinträchtigung (um 11 ± 23 Punkte) und Sexualität (um 7 ± 28 Punkte). Auch in der Short Form 12 wurden Verbesserungen berichtet, nämlich auf der körperlichen Summenskala um 4,3 ± 9,3 Punkte und auf der psychischen Summenskala um 4,8 ± 11,3 Punkte.
„Der Beleg einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität unter Therapie mit Dronedaron ist eine wichtige Nachricht für Patienten mit Vorhofflimmern“, sagte der Studienleiter Prof. Dr. med. Andreas Goette, Paderborn. „Die Krankheit vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit und ist wegen häufig auftretender Symptome auch psychisch stark belastend. Eine Verbesserung von Symptomen und Lebensqualität durch die Medikation ist eine wesentliche Voraussetzung für die Beibehaltung der oft lebenslang erforderlichen Behandlung bei Vorhofflimmern“, erläuterte der Rhythmologe.
IMPULS-Studie: Sinusrhythmus um 26,3% gestiegen
Auch die Wirksamkeitsdaten der Studie fielen positiv aus, da der Anteil der Patienten im Sinusrhythmus von 44,6% bei Dokumentationsbeginn auf 70,9% nach einem Jahr zunahm. Nebenwirkungen, die vom dokumentierenden Arzt als möglicherweise oder sicher in Beziehung zu Dronedaron stehend eingestuft wurden (sogenannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen, UAW), traten bei 136 Patienten (24,8%) auf. Hierunter fielen auch Wiederauftreten oder Persistenz von Vorhofflimmern (15,3%). Alle anderen UAW wurden mit einer Inzidenz von jeweils unter 1,5% dokumentiert. Unerwünschte Veränderungen der Nierenfunktion wurden in keinem Fall berichtet.
In Hinblick auf die hohe Rate an Patienten mit erhaltener oder neu erreichter Kontrolle des Herzrhythmus und die deutlich verbesserte Lebensqualität war Dronedaron unter den Bedingungen der täglichen Praxis effektiv. Das Nebenwirkungsprofil von Dronedaron unterschied sich in IMPULS nicht vom Muster, das in den randomisierten kontrollierten Studien gesehen wurde.
Das Antiarrhythmikum Dronedaren ist angezeigt zum Erhalt des Sinusrhythmus nach einer erfolgreichen Kardioversion bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern (VHF), nachdem alternative Behandlungsoptionen in Erwägung gezogen wurden (3).
Quellen:
- Bosch RF, Benninger G, Pittrow D, Paar WD, von Stritzky B, Götte A. Effektivität und Verträglichkeit von Dronedaron bei Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern unter Praxisbedingungen: [/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][KGVID poster=“https://medizin-aspekte.de/wp-content/uploads/414603238542015-04-10-dgk-impuls-studie-goette-v3_thumb17.jpg“ width=“640″ height=“360″]https://medizin-aspekte.de/wp-content/uploads/2015/04/2015-04-10-dgk-impuls-studie-goette-v3.mp4[/KGVID]
IMPULS-Studie [/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][A 1672]. Präsentation auf dem 81. Kongress der DGK in Mannheim, 9.4.2015. - Goette A, Benninger G, Pittrow D, Paar WD, von Stritzky B, Bosch RF. One-year safety and quality of life outcomes in patients with atrial fibrillation on dronedarone: prospective, non-interventional study in German ambulatory care. Herzschrittmacherther Elektrophysiol 2015 (online first).
- Details siehe Fachinformation MULTAQ® 400 mg Filmtabletten unter www.mein.sanofi.de
Foto:
Prof. Dr. med. Andreas Goette, Chefarzt, Medizinische Klinik II, -Kardiologie und Internistische Intensivmedizin St. Vincenz-Krankenhaus GmbH, Paderborn (Foto: MEDIZIN ASPEKTE)[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]
