Impfung gegen Hirntumore: Heidelberger Neuroonkologen arbeiten an einem Wirkstoff gegen den Krebs

Professor Michael Platten und seine Arbeitsgruppe isolieren dazu die Immunzellen aus Patienten mit IDH1R132H-positiven Astrozytomen und untersuchen an Gewebeschnitten und im Reagenzglas, welchen Einfluss diese Abwehrreaktion für das Tumorwachstum hat. „Und vor allem wollen wir wissen, welchen Einfluss diese Immunantwort auf den Krankheitsverlauf hat“, erläutert Professor Michael Platten zum Projektvorhaben. Darüber hinaus werden die Wissenschaftler mit einem Mausmodell mit einem menschlichen Immunsystem arbeiten. Mit Hilfe dieses Modells wird überprüft, ob nach einer spezifischen Aktivierung der gegen das mutierte Protein gerichteten Immunzellen durch eine Impfung, das Wachstum von IDH1R132H-positiven Tumoren gestoppt werden kann. Bei positiven Ergebnissen soll dieses Konzept in einer klinischen Studie zur Impfung von Patienten mit Astrozytomen umgesetzt werden.

Kontakt (Projektleitung):
Prof. Dr. med. Michael Platten, Universitätsklinikum Heidelberg
Telefon +49 (0)6221 56-6804, E-Mail: silvana.caruso@med.uni-heidelberg.de

Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt mit rund 190.000 Euro. Stiftungszweck ist die Förderung der medizinischen Forschung, insbesondere von Projekten im Rahmen der Krebsbekämpfung. Seit Gründung der Stiftung wurden insgesamt über 190 Millionen Euro für die Forschungsförderung in Deutschland und der Schweiz bewilligt. Die Stiftung geht aus dem Nachlass des gleichnamigen Unternehmers hervor, der 1973 verstorben ist.

Weitere Informationen zur Stiftung: http://www.wilhelm-sander-stiftung.de

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