Imperial College Business School London gewinnt den diesjährigen „Best-Paper-Award Innovation Management“

35 Einreichungen mit insgesamt 13 Veröffentlichungen in A+ und A-Journals sowie genauso viele exzellenten Doktorarbeiten aus Deutschland, den USA, Kanada, Brasilien, Großbritannien, Spanien, Italien, der Schweiz, Österreich, Frankreich sowie den Niederlanden stellten die Jury vor die sehr schwierige Aufgabe, aus diesem Pool an hochqualitativen Einreichungen sechs Finalisten auszuwählen. „Unser Fokus lag wieder auf Innovationsgrad sowie auf der besten Markt- und Anwendungstauglichkeit der Themen. Nur so konnten wir die – unserer Meinung nach – sechs Besten definieren“, so Schirmherr Christian Schmahl. Als Finanzchef im Bereich Products & Innovation der Deutschen Telekom ist er ständig mit der Beurteilung innovativer Ideen befasst. „Aus diesem Grund ist es mir ein wichtiges Anliegen, den „Best-Paper-Award Innovation Management“ bereits im dritten Jahr zu unterstützen und die Erfahrungen aus der Praxis mit einfließen zu lassen“ so Schmahl.

Die Plätze eins bis drei des mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Preises belegten in diesem Jahr:

1. Platz: Dr. Alexy, Oliver (Imperial College Business School)
“Does IP Strategy Have to Cripple Open Innovation?”

2. Platz: Weiss, Matthias (WHU – Otto Beisheim School of Management)
“Making Virtue of Necessity: The Role of Team Climate for Innovation in Re-source-Constrained Innovation Projects”

3. Platz: Professor Juan-José Ganuza, Universitat Pompeu Fabra Barcelona,
“R&D in the Pharmaceutical Industry: A World of Small Innovations”

Die drei Gewinnerartikel unterschieden sich wesentlich bezüglich ihrer Themen, aber nicht im Hinblick auf die Qualität der Forschung, den Innovationsgrad sowie die Markt- und Anwendungstauglichkeit – der Kernfokus des Awards. Das Gewinnerteam vom Imperial College London, Dr. Oliver Alexy, Dr. Paola Criscuolo und Dr. Amman Salter, ging im MIT Sloan Management Review der Frage nach: „Does IP Strategy Have to Cripple Open Innovation?“ Sie zeigten auf, wie die scheinbar gegensätzlichen Perspektiven von Open Innovation und die IP-Strategie der beteiligten Partner unter einen Hut gebracht werden können. Matthias Weiss, Professor Martin Hoegel der WHU – Otto Beisheim School of Management, Vallendar, zusammen mit Professor Michael Gibbert der Bocconi University, veröffentlichten ihren Artikel im Journal of Product Innovation Management: „Making Virtue of Necessity: The Role of Team Climate for Innovation in Resource-Constrained Innovation Projects“. Sie stellten dabei besonders heraus, wie man durch die Kultivierung eines innovationsförderlichen Teamklimas bei F&E-Projektteams, trotz eingeschränkter finanzieller Res-sourcen, erfolgreiche Innovationsoutputs generieren kann.

Professor Juan-José Ganuza (Universitat Pompeu Fabra), Dr. Gerard Llobet (Centro de Estudios Monetarios y Financieros (CEMFI)) und Beatriz Domínguez (BBVA Madrid) erläuterten, weshalb in der pharmazeutischen Industrie inkrementelle Innovationen radikalen oftmals vorgezogen werden und wie durch die öffentliche Hand eine intensivierte Innovationsorientierung gefördert werden könne, indem bspw. „überredende“ Werbung reguliert und diese Einsparungen für die Förderung von Innovationen verwendet werden würden. Der Artikel wurde unter dem Titel: „R&D in the Pharmaceutical Industry, A World of Small Innovations“ im Journal Management Science veröffentlicht.

Die Bedeutung eines unter wissenschaftlichen Gesichtpunkten betriebenen Innovationsmanagements betonten in ihren Begrüßungsreden sowohl Prof. Dr. Peter Russo, Jurymitglied und SIIE Institutsleiter, als auch Thomas Hasselbach, Geschäftsführer der MikroFORUM Hochtechnologiepark Wendelsheim GmbH. Professor Russo, der am SIIE den Bereich „Innovationen generieren“ verantwortet, betonte: „Nur Unter-nehmen, die bereit sind, sich dem Neuen gegenüber zu öffnen und einen Austausch mit Hochschulen zu fördern, werden unter bestehenden globalen Bedingungen einen Wettbewerbsvorteil erzielen.“

Auch Thomas Hasselbach, der mit dem MikroFORUM Hochtechnologiepark Wendelsheim Jungunternehmer bei der Etablierung innovativer Geschäftsideen unterstützt, wies auf die stetig gestiegene Internationalität des Preises hin: „Als wir uns gemeinsam mit der EBS durch die jährliche Verleihung des Best Paper Award Inno-vation Management zum Ziel gesetzt haben, das für Deutschland sehr wichtige Thema Innovationsmanagement zu fördern und damit einen Beitrag zur Wettbe-werbsfähigkeit von Unternehmen zu leisten, haben wir noch nicht daran gedacht, dass dieser Preis in der globalen wissenschaftlichen Community in nur fünf Jahren derart etabliert sein wird. Wir sind zuversichtlich, dass dieser Trend weiterhin beste-hen bleiben wird“, so Hasselbach.

Der Schirmherr und die Organisatoren waren sich einig, dass sie sich allesamt bereits jetzt auf den nächsten Best-Paper-Award im kommenden Jahr freuen. Einge-reicht werden können alle Arbeiten, die in diesem Jahr veröffentlicht oder – im Fall von Dissertationen – bereits abgeschlossen worden sind. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Kontakt für weitere Informationen zum Best-Paper-Award:
EBS Business School
Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE)
Dr. Gordana Kierans
Forschungsdirektorin Innovationsmanagement
Tel.: +49 6723 8888 323
E-Mail: <gordana.kierans@ebs-siie.de>
(idw, 07/2010)

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