Immunologie in Deutschland – Geschichte einer Wissenschaft und ihrer Fachgesellschaft

Am 7. Juli 1967 fand in der Höchster Jahrhunderthalle in Frankfurt eine denkwürdige Veranstaltung statt. Auf Initiative von Hans G. Schwick trafen sich 18 Wissenschaftler und gründeten die Gesellschaft für Immunologie, die 2007 in Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) umbenannt wurde. 2017 feiert die DGfI ihren 50. Geburtstag. In diesen 50 Jahren hat sich die DGfI zur weltweit viertgrößten immunologischen Fachgesellschaft mit hoher internationaler Anerkennung entwickelt.

Die Geschichte der Immunologie in Deutschland beginnt aber schon vor über hundert Jahren in Berlin mit der Entdeckung der Antikörper und der mit dem ersten Nobelpreis gewürdigten ersten Immuntherapie zur Behandlung von an Diphtherie erkrankten Kindern. Das 50-jährige Jubiläum ist ein geeigneter Zeitpunkt, sowohl den Fortschritt der Immunologie in Forschung und Klinik in Deutschland, als auch die Entwicklung der beiden deutschen immunologischen Fachgesellschaften in Ost und West in einer Festschrift zu würdigen. Zur Realisierung dieses ambitionierten Projektes traf sich am 6. Juni 2016 eine kleine Gruppe von Immunologen inklusive Kollegen aus der ehemaligen DDR mit Historikern des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité Berlin und dem Verlag Neumann & Kamp – Historische Projekte am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum in Berlin. Am Ende des Tages war das Projekt »Festschrift – Immunologie in Deutschland« geboren.

Im Festschriftband wird die Entwicklung der immunologischen Fachgesellschaften in der ehemaligen BRD und DDR nach 1945 und deren Zusammenführung nach der Wiedervereinigung beleuchtet. Ausführlich dargestellt wird aber auch der Zeitraum von der Entdeckung und der ersten klinischen Anwendung der Antikörper durch Emil von Behring, Shibasaburo Kitasato und Paul Ehrlich über den unglaublichen Niedergang der Immunologie mit dem Exodus hervorragender klinischer Immunologen nach 1930 bis hin zur Entwicklung der Hybridomtechnik durch Georges Köhler und César Milstein im Jahre 1975.
Zudem wird ein Überblick über die Deutsche Gesellschaft für Immunologie mit all ihren gegenwärtigen Aktivitäten gegeben und die Bedeutung der Immunologie für die heutige Medizin und Volksgesundheit zusammengefasst.

Eine Leseprobe der Festschrift finden Sie online unter folgendem Link:
http://www.bebra-wissenschaft.de/verzeichnis/titel/786-immunologie-in-deutschland.html

Bibliographische Angaben:
Deutsche Gesellschaft für Immunologie (Hrsg.)
Immunologie in Deutschland – Geschichte einer Wissenschaft und ihrer Fachgesellschaft
© be.bra wissenschaft verlag GmbH
Berlin-Brandenburg, 2017
368 Seiten gebunden, 32,- €
ISBN 978-3-95410-097-2
www.bebra-wissenschaft.de

Hintergrund:
Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI), die am 7. Juli 1967 gegründet wurde und bei ihrer Jahrestagung 2017 in Erlangen ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, vereint führende Naturwissenschaftler und Ärzte, um die Wirkmechanismen der körpereigenen Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilze und anderen körperfremden Stoffen wie beispielsweise biologischen Toxine und Umweltgifte zu erforschen. Dadurch werden bedeutende Grundlagen für die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten geschaffen. Durch nationale Schulungen und den Austausch mit internationalen Fachgesellschaften fördert die DGfI in besonderem Maße den wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchs. Die DGfI ist weltweit die viertgrößte nationale Fachgesellschaft für Immunologie.

Kontakt:
Dr. Agnes Giniewski
Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V.
Koordinatorin „Immunologie für Jedermann“
Tel: ++49-9131-85 43219
giniewski@dgfi.org

Scroll to Top