Immer der Nase nach

(djd). Jeder kennt den Moment, wenn kochendes Wasser auf aromatische Teekräuter trifft: Sofort liegt ein zauberhafter Duft in der Luft. Ungleich intensiver aber riecht es, wenn man mit Schere und Messer in den eigenen Garten schlendert, hier und da an ein paar Gewächsen schnuppert, um dann zu der Pflanze zu kommen, auf die man es abgesehen hat. Eine kräftige Berührung zwischen Daumen und Zeigefinger – und schon geben die Blätter den natürlichen, unverfälschten und frischesten Kräuterduft ab, den man sich nur vorstellen kann.

Unbehandelt und natürlich

Da man sich bei gekauften Kräuterteemischungen nicht immer wirklich sicher sein kann, ob diese mit chemischen Mitteln behandelt oder schonend verarbeitet wurden, haben es Gartenbesitzer selbst in der Hand, wie ihre Teekräuter heranwachsen. Darüber hinaus können sie oft auch zwischen vielen verschiedenen Sorten einer Art wählen. So gibt es in gut sortierten Gärtnereien beispielsweise Dutzende Minzesorten, aus denen man – nach genussvollem Ausprobieren – die Sorte findet, die einem persönlich am besten schmeckt. Aber auch bei der Trocknung sind Selbstanbauer im Vorteil. „Man sollte die Blätter von den Stängeln streifen und immer im Schatten trocknen“, rät Daniel Rühlemann, der im niedersächsischen Horstedt eine Kräutergärtnerei betreibt. Dadurch, so Rühlemann, würden sie schneller trocknen und das Aroma bleibe am besten erhalten. Mehr als 1.400 Sorten an Würz-, Genuss- und Teekräutern, Duftpflanzen und seltenen Gemüsearten findet man im Online-Shop unter http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de.

Frisch schmeckt es am besten

Nicht nur aromatische Minzen gedeihen im Garten besonders gut, sondern beispielsweise auch die hierzulande etwas unbekanntere Zitronenverbene. Dieser aus Südamerika stammende Strauch ist bei den Franzosen der Kräutertee schlechthin, denn sein Aroma übertrifft das der Zitronenmelisse um ein Vielfaches. Dabei sind die Blätter – im Schatten auf Papier oder einem Rost ausgebreitet – innerhalb von ein bis zwei Tagen „rascheltrocken“. Anschließend können sie als Wintervorrat abgefüllt werden, denn in der Sommerzeit sollten Kräutertees nur frisch aus dem Garten getrunken werden – das Aroma ist dann mit Abstand am besten.

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