Im Sinne einer besseren Patientenversorgung

„Das Universitätsklinikum Ulm entspricht mit der Einrichtung dieses Gremiums den Empfehlungen der Bundesärztekammer zur besseren Versorgung von Patienten. Das Komitee orientiert sich bei seiner Tätigkeit unter anderem an den Standards für Ethikberatung in Einrichtungen des Gesundheitswesens, wie sie aktuell von der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) erarbeitet wurden“, erläutert Prof. Dr. Heiner Fangerau, Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universität Ulm (gegründet Ende 2008), den übergeordneten Hintergrund. Sein Institut war federführend an der Einrichtung des „Komitees für klinische Ethikberatung“ beteiligt und unterstützt es nun weiterhin fachlich und organisatorisch.
„Damit verfügt die Ulmer Universitätsmedizin jetzt nicht nur bei Bedarf über das Angebot einer an Beratungsstandards gebundenen klinischen Ethikberatung, sondern sie kann über die eigentliche Fallberatung hinaus weitere Angebote zur Fort- und Weiterbildung unterbreiten“, führt Prof. Fangerau weiter aus.
Dazu zählen unter anderem die Weiterentwicklung konkreter ethischer Handlungsempfehlungen in Form eines Kriterienkataloges für den Verzicht auf Wiederbelebungsmaßnahmen oder die inhaltliche Ausgestaltung von Patientenverfügungen.
Prof. Fangerau unterstreicht: „Die Ethikberatung soll und kann Behandelnden und Behandlungsteams die Entscheidungsbefugnis und -verantwortung nicht abnehmen. Sie stellt vielmehr ein Angebot an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar, sich bei der Klärung ethischer Konflikte unterstützen zu lassen. Darin sehen wir einen überaus praxisrelevanten Beitrag zur besseren Versorgung unserer Patienten.“

Gerne vermitteln wir Ihnen Gesprächspartner. Nehmen Sie bitte Kontakt zu Jörg Portius, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universitätsklinikum Ulm, unter der Rufnummer 0731/ 50043043 auf.
(idw, 05/2010)

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