iba vergibt Preise an Nachwuchswissenschaftler im Bereich der MINT-Fächer

In diesem Jahr wurden 14 eingereichte Arbeiten zu verschiedenen Themen von einer Fachjury bewertet. Den Best Paper Award 2018 für die beste Veröffentlichung erhielt Dr. Philipp Rosendahl vom Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Dresden für seine Arbeiten zur Kombination der Real-time deformability cytometry (RT-DC) mit der Fluoreszenzdetektion auf einer Mikrofluidik-Plattform, um die Zellmechanik direkt mit der Genexpression, dem Gehalt an Nukleinsäuren und Oberflächenproteinen sowie den Zellzyklusphasen korrelieren zu können. Der zweite Preis in dieser Kategorie ging an Marko Gröger vom Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen des Universitätsklinikums in Jena für die Entwicklung eines Organ-on-a-chip für die Untersuchung einer Sepsis-assoziierten Entzündung auf Basis eines humanen Lebermodells. Der Best Thesis Award 2018 in der Kategorie Masterarbeiten ging an Isabell Scheifele von der Technischen Universität München (Fachgebiet für Selektive Trenntechnik) für Arbeiten zur magnetischen Aufreinigung von Glu-getaggten Fluorophoren (GFP) mit Eisenoxid-Nanopartikeln. Über den ersten Best Thesis Award 2018 in der Kategorie Dissertationen darf sich Dr. Shashank Reddy Pinnapireddy von der Universität Marburg (Institut für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie) freuen. Er entwickelte nichtvirale Gentherapeutika für die Tumortherapie, die sowohl eine hohe Effizienz wie auch eine hohe Bioverträglichkeit aufweisen und so toxische Nebenwirkungen reduzieren. Der Preis wurde aufgrund eines Forschungsaufenthaltes im Ausland von Herrn Pinnapireddy stellvertretend durch seinen Mentor Prof. Dr. Udo Bakowsky entgegengenommen. Den zweiten Preis in dieser Kategorie erhielt Dr. Sebastian Schwaminger (Technische Universität München, Fachgebiet für Selektive Trenntechnik) für seine Arbeiten zum Einsatz magnetischer Eisenoxid-Nanopartikel für die selektive Bindung von Proteinen in biologischen Flüssigkeiten. Weiterhin erhielt Mario Saupe vom iba Heiligenstadt den Preis für den Besten Vortrag auf dem 19. Heiligenstädter Kolloquium zum Thema tropfenbasierter mikrofluidischer Systeme für das Wirkstoffscreening unter Verwendung von Tumorsphäroiden.

Die Themenbereiche der prämierten Arbeiten bilden auch den Schwerpunkt des 19. Heiligenstädter Kolloquiums, das Disease Modelling, ab. Auf der internationalen Tagung haben über 200 Ingenieure, Mediziner, Biologen, Physiker, Chemiker und Informatiker aktuelle Forschungsthemen mit dem Fokus auf neue Ansätze für medizinische Diagnosen und Therapien vorgestellt und diskutiert. Im Fokus standen Ergebnisse und Entwicklungen zur Früherkennung von Krankheiten, die in der Kombination von Mikro- und Nanotechnologie mit Biowissenschaften Wege zur Verbesserung von Therapien verschiedenster Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Bewegungsapparates, von Diabetes oder Krebs aufzeigen können. Lab-on-Chip-Systeme, die sowohl 3D-gefertigte Zellmatrices wie auch trägerfreie Zellsysteme mit elektrischen und chemisch-biologischen Sensoren verbinden, werden in Zukunft eine immer stärkere Bedeutung bei der modernen medizinischen Versorgung von Patienten besitzen.

Die Preise sollen auch im Jahr 2020 wieder vergeben werden. Der Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb wird analog zur diesjährigen Ausschreibung zu gegebener Zeit erfolgen.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dieter Beckmann, Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (iba) e.V., Heilbad Heiligenstadt, Telefon: 03606 / 671 100, E-Mail:

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