HZI-Forscher in acatech aufgenommen

Die acatech versteht sich als beratendes Organ für Gesellschaft und Politik und als Interessenvertretung der Technikwissenschaften im In- und Ausland. Ihre Mitglieder sind in verschiedenen Themennetzwerken organisiert und erarbeiten dort Empfehlungen für Entscheidungsträger. Zusammen mit den 13 jetzt neugewählten Mitgliedern beträgt die Zahl der Experten 380. Müller ist nun einer der wenigen Pharmazeuten in der Akademie und der erste Vertreter des HZI. Etwa 25 Wissenschaftler von anderen Helmholtz-Zentren sind bereits Mitglieder der acatech. Nur einer von ihnen, Prof. Günther Wess, der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München, ist wie Müller in einem Zentrum für Gesundheitsforschung tätig.
„Es ist eine große Ehre für mich, in einen solch erlesenen Zirkel aufgenommen zu werden“, sagt Rolf Müller. „Aber ich betrachte dies vor allem als eine Würdigung der Arbeit der Mitarbeiter meiner Abteilung „Mikrobielle Naturstoffe“ und auch der Arbeitsgruppe „Mikrobielle Wirkstoffe“. In diesen beiden Arbeitsgruppen untersuchen Wissenschaftler die chemischen Eigenschaften, die Produktion, Regulation und Aktivität verschiedener Stoffwechselprodukte von Bakterien. Hauptsächlich konzentrieren sich die Forscher dabei auf sogenannte Myxobakterien, eine große Gruppe von im Erdreich vorkommenden Mikroorganismen, die eine Vielzahl von potentiell medizinisch relevanten Naturstoffen herstellen.

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland
Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) ist eine Außenstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und wurde gemeinsam mit der Universität des Saarlandes im Jahr 2009 gegründet. An HZI und HIPS sollen neue Wirkstoffe zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten identifiziert und dann für die pharmazeutische Anwendung weiterentwickelt und optimiert werden.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern.

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