Hyperhidrose – was hilft gegen das ständige Schwitzen?

Hyperhidrose

Schwitzen ist eine natürliche Reaktion des Körpers, die dazu dient, die Körperwärme zu regulieren. Doch bei manchen Personen kommt es zu einem übermäßigem Schwitzen, das auch als Hyperhidrose bezeichnet wird. Die Lebensqualität kann durch diese heftigen Schweißausbrüche erheblich beeinträchtigt werden und Körpergeruch ist oft die Folge. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, um das starke Schwitzen zu kontrollieren.

Unterschiedliche Arten von Schwitzen

In den meisten Fällen ist Schwitzen thermoregulatorisch bedingt. E ist zu warm und der Körper versucht, durch das Schwitzen die Körpertemperatur abzusenken. Das erfolgt auch nach einer starken körperlichen Anstrengung. Es gibt jedoch auch noch andere Auslöser für Schweiß. Dazu gehört beispielsweise das emotionale Schwitzen, das durch nervöse Erregung entsteht. Darüber gibt es auch noch das gustatorische Schwitzen, das auftreten kann, wenn man Scharfes ist, oder Alkohol trinkt. Der Stoffwechsel wird angeregt und fördert die Wärmeproduktion des Körpers. Neben dieser normalen Schweißproduktion kann starkes Schwitzen jedoch auch ein Anzeichen für eine Krankheit sein.

Was tun, wenn man zu stark schwitzt?

Leidet man an Hyperhidrose, so gibt es einiges, das man zunächst einmal selbst tun kann, um das Schwitzen zu vermindern. Man sollte luftige Kleidung bevorzugen, die möglichst aus Naturfasern hergestellt sein sollte. Wer unter Schweißfüßen leidet, sollte Lederschuhe bevorzugen. Auch über die Ernährung lässt sich die Hyperhidrose beeinflussen. Nach Möglichkeit sollten scharfe und fettreiche Mahlzeiten ebenso vermieden werden, wie die Genussgifte Alkohol, Nikotin und Kaffee. Hingegen darf man ruhig genug Wasser trinken. Die Flüssigkeitsmenge, die man aufnimmt, hat nämlich nichts mit dem Schwitzen zu tun.

Persönliche Hygiene ist wichtig und dient auch dazu, den Körpergeruch zu vermindern, der durch das Schwitzen bedingt werden kann. Regelmäßiges Duschen zwei Mal am Tag kann helfen, besonders wenn man dazu pH-neutrale Seifen benutzt. Rasiert man sich die Achselhaare, so kann der Aufbau von Bakterien vermindert werden, was ebenfalls die Geruchsbildung eindämmt. Nach dem Duschen kann ein Antitranspirant für Schweißkontrolle sorgen.

Wirksame Hausmittel gegen Schwitzen

Salbeitee steht im Ruf, eine beruhigende Wirkung auf die Schweißdrüsen zu haben. Zur Behandlung wird es empfohlen, einen Monat lang täglich drei Tassen Salbeitee zu trinken. Ätherische Öle von Salbei, aber auch von Rose, Zypresse oder Citronella können starkes Schwitzen ebenfalls kontrollieren. Sie können als Badezusatz angewendet werden und sind häufig auch in Hautcremes enthalten. In der Homöopathie gibt es ebenfalls verschiedene Ansätze, um Hyperhidrose zu kontrollieren. Sulfur D12, Acidum sulfuricum D12 oder Sepia D12 gehören zu den Mitteln, die zur Schweißkontrolle eingesetzt werden.

Wann sollte man zum Arzt?

Kann die Hyperhidrose mit Antitranspirant und anderen Hygienemaßnamen und durch den Einsatz von Hausmitteln nicht kontrolliert werden, sollte man erwägen, einen Arzt aufzusuchen. Der Arzt wird zunächst einmal die Ursache für das übermäßige Schwitzen feststellen und hat dann verschieden Möglichkeiten zur Behandlung. In er Regel wird der Arzt zunächst versuchen, das Schwitzen durch den Einsatz von speziellem Antitranspirant und durch Antihidrotika Medikamente zu kontrollieren. Bleibt der Erfolg aus, können auch andere Therapieansätze gewählt werden. Dazu gehört die Anwendung von Botulinumtoxin, das zur Kontrolle der Schweißproduktion in die Achselhöhlen oder Handflächen injiziert werden kann.

Die Behandlung mit Botulinumtoxinist jedoch nicht nebenwirkungsfrei und wird daher nur in extremen Fällen eingesetzt. Wenn andere Therapien nicht helfen, steht dem Arzt auch eine operative Therapie zur Wahl. Dabei können beispielsweise die Schweißdrüsen in den Achselhöhlen vollkommen entfernt, oder bestimmte Nerven im Bereich des Brustkorbs durchtrennt werden.

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