Humanitäre Hilfe und Ernährungssicherung

Immer mehr Menschen werden durch gewaltsame Auseinandersetzungen oder Überschwemmungen und Dürren aus ihrer Heimat vertrieben. Schätzungen gehen davon aus, dass sich aktuell rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht befinden. Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist außerdem durch Konflikte und mangelnde Staatlichkeit gefährdet.

Welchen Beitrag kann die Landwirtschaft in Krisensituationen wie Kriegen oder Naturkatastrophen zur Ernährungssicherung der betroffenen Bevölkerung leisten? Diese Frage haben rund 40 internationale Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Rahmen eines von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) unterstützten Kosmos-Workshops diskutiert. Ausrichter der Veranstaltung am 30. und 31. Mai waren die Lebenswissenschaftliche Fakultät der HU und das Leibnitz Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau in Großbeeren.

Bei dem Workshop ging es konkret um die Frage, wie eine ausreichende und gesunde Ernährung unter unsicheren Bedingungen gewährleistet werden kann. Vertreter aus Wissenschaft und Geberorganisationen diskutierten, welche Folgen sich aus Konflikten, Überschwemmungen, Dürren und mangelnder Nahrungsmittelversorgung im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit ergeben.

Weitere diskutierte Themen waren die Situation und Bedingung für Hilfsangebote in Flüchtlingscamps, die Rolle von gewaltsamen Konflikten, der Zusammenhang von hohen Nahrungsmittelpreisen und Hungerkrisen, die Folgen des Klimawandels und die Ressourcenknappheit. Einhellige Meinung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und enge Kooperation mit den Hilfsorganisationen können dringend benötigtes Wissen erarbeitet und Lösungswege entwickelt werden. Gemeinsam wurde bei dem Treffen eine Erklärung formuliert, in der Entscheidungsträger aufgefordert werden, die notwendige Forschung in diesem Bereich zu voranzutreiben.

Die Erklärung findet sich unter: <https://www.igzev.de/kosmos2016/
https://www.igzev.de/kosmos2016/>

Kontakt
Prof. Dr. Wolfgang Bruckmann
Humboldt-Universität zu Berlin
Lebenswissenschaftliche Fakultät
Tel. 030 2093-46332

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