Home-Bleaching birgt Risiken

(djd). Einer professionellen Zahnaufhellung – dem sogenannten Bleaching – haben sich erst zwei Prozent der Bundesbürger unterzogen, allerdings zeigt jeder Vierte Interesse daran. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Axa. Großen Zuspruch findet das Bleichen demnach vor allem bei den 14- bis 29-Jährigen: 35 Prozent würden sich gerne ihre Zähne bei einem Zahnarzt aufhellen lassen. Die Kosten dafür können bis zu mehrere Hundert Euro betragen, die man meist selbst übernehmen muss.

Gefährliche „Nebenwirkungen“

Günstiger sind Home-Bleaching-Produkte, die es ab etwa 15 Euro in der Drogerie gibt. „Ich empfehle jedoch grundsätzlich, Zähne von einem Zahnarzt aufhellen zu lassen“, sagt Professor Stefan Zimmer, Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin der Uni Witten/Herdecke sowie Präsident von Toothfriendly International. „Zumindest sollte vor dem Einsatz eines Home-Bleaching-Produktes ein Zahnarzt untersucht haben, ob es Risiken gibt“. Wenn man eine undichte Füllung, Karies oder auch nur feine Haarrisse im Zahnschmelz hat, kann ein Bleichmittel den Zahnnerv angreifen und schädigen. Wer hochprozentige Bleichmittel verwendet, muss zudem sein Zahnfleisch entsprechend schützen.

Professionelle Zahnreinigung kann Verfärbungen beseitigen

Um ein strahlendes Lächeln zu behalten, reicht aber manchmal auch schon eine professionelle Zahnreinigung. Sie dient zwar in erster Linie zur Vorsorge gegen Karies und Parodontitis, es werden dabei aber auch sämtliche Beläge sowie Verfärbungen durch Kaffee, Tee und Nikotin entfernt. So gelingt es in vielen Fällen, die Zähne wieder aufzuhellen. Aber auch diese Maßnahme muss von den Patienten aus der eigenen Tasche bezahlt werden, sofern sie keine private Zahnzusatzversicherung haben. Der Tarif „Dent Premium“ von Axa etwa übernimmt die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung bis zu einer Höhe von 120 Euro pro Jahr. Anteilig wird auch der meist hohe Eigenanteil übernommen, etwa wenn gesetzlich Krankenversicherte für Zahnersatz nur einen Festzuschuss erhalten. So können sich Patienten eine hochwertige Versorgung leisten.

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