Holzfenster reparieren statt neu kaufen

(djd). Wenn Fenster in die Jahre kommen, gilt es, sie zu pflegen und entstandene Schäden zu reparieren. Diplom-Ingenieur Henry Daartz, Verkaufsleiter bei Repair Care International, erklärt im Interview, was bei Holzfenstern unternommen werden kann, wenn Schäden am Holz, am Kitt oder an der Dichtung aufgetreten sind.

Muss ein Fenster mit Schäden immer gleich ausgetauscht werden?

– Nein, das ist in den meisten Fällen unnötig und lohnt sich auch gar nicht. Heute gibt es hervorragende Epoxidharz-Materialien, mit denen Holzbauteile jeder Art dauerhaft wieder hergerichtet werden können.

Woran erkennt ein Hauseigentümer, ob sich eine Reparatur noch lohnt?

– In 95 Prozent aller Fälle ist das Reparieren sinnvoll. Es ist eine Rechenaufgabe: Die Kosten einer Reparatur betragen oft nur einen Bruchteil der Kosten für ein Neufenster. Mit einem beliebigen Vergleichsrechner aus dem Internet, etwa dem des Bundesverbands ProHolzfenster, lässt sich kalkulieren, wie viele Kosten zu sparen wären oder wie viele Jahrzehnte die Amortisation eines neuen Fensters benötigen würde.

Wie sind solche Reparaturen möglich?

– Mit geeigneten Reparaturmaterialien, wie solchen aus Epoxidharz, können schadhafte Hölzer dauerhaft und kostengünstig restrukturiert werden. Es sind Materialien für kleine und große Reparaturen erhältlich. Kleine Reparaturen mit Epoxidharz sind am gleichen Tag noch überstreichbar. Alle diese Produkte sollten dem Holz sehr ähnliche Eigenschaften haben, wie beispielsweise eine gewisse Elastizität. Wichtig ist auch eine gute Modellierbarkeit bei der Verarbeitung, nur so können alle Konturen am Bauteil originalgetreu rekonstruiert werden.

Was kann eine solche Fensterreparatur zum Werterhalt einer Immobilie beitragen?

– Generell, aber auch im Bereich der denkmalgeschützten Häuser ist eine Reparatur oft die bessere Möglichkeit gegenüber dem Komplettaustausch, weil der Eingriff in die originale Struktur wesentlich geringer ist.

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