Hochschule Esslingen setzt am Campus Göppingen neue Schwerpunkte

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen verstärkt an der Schnittstelle zwischen Technik und Gesundheit/Pflege forschen und deshalb ein Forschungsinstitut gründen.

„Der erste Schritt zum Start des Instituts ist bereits getan“, berichtet Prof. Dr. Rainer Würslin, Dekan der Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik am Campus Göppingen. „Die Adolf-Leuze-Stiftung finanziert uns über drei Jahre die Stelle eines Forschungskoordinators“, so Würslin.

Rund 195.000 Euro erhält die Hochschule insgesamt von der Stiftung, um das Institut
aufzubauen, Forschungsprojekte zu identifizieren und studentische Arbeiten zu koordinieren. „Wir haben mit diesem Thema bereits langjährige Erfahrung“, sagt Würslin.

Denn Professoren und Studierende haben bereits in zahlreichen Projekten mit pflegenden und klinischen Einrichtungen im Landkreis Göppingen zusammen gearbeitet. So sind in der Vergangenheit mit dem Christophsbad, der Wilhelmshilfe oder der Klinik im Eichert studentische Projekte und Abschlussarbeiten zustande gekommen. So konnte zum Beispiel eine Strumpfanziehhilfe für Kompressionsstrümpfe als Prototyp aufgebaut werden, der die Pflegekräfte in Heimen deutlich entlasten kann.

Neuer Masterstudiengang „Smart Factory“ geplant

Zweites großes Projekt der Hochschule am Campus Göppingen: Ein Masterstudiengang „Smart Factory – Intelligente Produktion“ ist in Planung. Ziel des neuen Angebots der beiden Fakultäten Wirtschaftsingenieurwesen sowie Mechatronik und Elektrotechnik ist es, mehr Ingenieure auf dem Gebiet Industrie 4.0 auszubilden. In drei Semestern sollen die Masterstudierenden spezialisiertes Wissen in Ingenieurwesen, Informationstechnik und Unternehmensführung erhalten. Geplanter Start: Sommersemester 2018.

„Die Digitalisierung führt zu enormen Veränderungen in unserer Gesellschaft“, erläutert DekanProf. Dr. Christian Cseh von der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen. „Darauf wollen und müssen wir als Hochschule reagieren.“ Bereits jetzt forschen die Göppinger und Esslinger Wissenschaftler zusammen mit den Hochschulen Aalen und Reutlingen sowie Steinbeis in einem großen Projekt zum Thema Industrie 4.0. Hier geht es vor allem darum, kleine und mittlere Unternehmen in Sachen Digitalisierung zu beraten und zu unterstützen. Zudem bietet die Hochschule zusammen mit der Uni Stuttgart auch Promotionen an.

Angewandte Forschung für die Gesellschaft und die akademische Bildung

„Interdisziplinäre angewandte Forschung – sei es zu Technik in Gesundheit und Pflege oder zu Industrie 4.0 – ist wichtig für die Gesellschaft. Sie bringt aber auch die Hochschule voran, weil wir unsere Studierenden einbinden und an das wissenschaftliche Arbeiten und Forschen heranführen können“, ergänzt Prorektor Prof. Dr. Wilhelm Buckermann.

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