HNO-Kongress: Reden, Riechen, Schmecken, Hören – wie funktioniert das?

Im Rahmen des Publikumstages anlässlich der Jahresversammlung der DGHNO KHC am 15. Mai 2010 in Wiesbaden informieren Experten Interessierte und Betroffene nicht nur darüber, wie die Organe im Kopf-Hals-Bereich untersucht werden können. Besucher des Publikumstages können sich auch direkt vor Ort untersuchen lassen. Neben Hörprüfungen für Kinder und Erwachsene finden auch Riech- und Schmecktests und eine Schlafanalyse statt. Ferner zeigen die HNO-Ärzte auch, wie sie operieren und demonstrieren endoskopische Untersuchungsverfahren für Nase, Ohr und Hals.

Ein Viertel aller Erwachsenen, die ihren Hausarzt konsultieren, tun dies aufgrund von Beschwerden im sogenannten HNO-Bereich. Kopf- und Hals sind auch die zentralen Regionen, wenn es um die Kommunikation mit anderen Menschen und um die Wahrnehmung unserer Umwelt geht. Wir sehen, hören und sprechen, fühlen, riechen und schmecken mit den Organen in Kopf und Hals, und brauchen das Gleichgewichtsorgan, um uns in unserer Umwelt gut zurechtzufinden. Riechen und Schmecken spielen vor allem beim Essen eine zentrale Rolle. Der Riechsinn hat einen wesentlichen Anteil an der Geschmackswahrnehmung. Denn beim Essen und Trinken steigen die Duftmoleküle über den Rachen von hinten in die Nase und werden dort über die Riechzellen wahrgenommen. Wer unter einer Erkältung mit verstopfter Nase leidet, dem versagt der Geruchssinn seinen gewohnten Dienst. Allein mit der Zunge schmecken Speisen und Getränke fade, und das Essen macht keinen Spaß. Jedes Jahr treten alleine in Deutschland schätzungsweise bei 50 000 Menschen Störungen des Riech- oder Schmecksinnes auf. Eine fundierte Diagnose ist hierfür ganz entscheidend. Denn diese kann eine grundlegende Erkrankung aufdecken, wodurch eine Behandlung der Riech- oder Schmeckstörung erst möglich wird.

Jeder weiß, wie eine Ohrmuschel aussieht. Der komplizierte Weg der Information ins Innenohr und gar in die Hörrinde verbirgt sich dagegen im härtesten Knochen des Menschen, dem Felsenbein. Hohe Lärmpegel, aber auch Dauerbelastungen, wenn man etwa in der Nähe einer verkehrsreichen Straße wohnt, können das Hörvermögen reduzieren. Dabei bleibt die Hörminderung anfangs oft unbemerkt und setzt sich schleichend fort. Rund 19 Prozent der Jugendlichen in Deutschland sind bereits schwerhörig. Bei den über 70-jährigen sind es 54 Prozent.

Gedanken über die Sinne machen sich viele Menschen in der Regel erst dann, wenn einer ausfällt. Ist nur einer davon gestört, hat dies oft schwere Einschränkungen für die Betroffenen zur Folge. Viele Erkrankungen sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, jedoch gut behandelbar. Die DGHNO KHC informiert Patienten und Interessierte deshalb im Rahmen ihres Publikumstages über die Funktionsweisen der Sinne und zeigt, wie Diagnostik und Behandlung bei Erkrankungen im Kopf-, Halsbereich aussehen. Darüber hinaus beantworten die Experten an diesem Tag die Fragen der Besucher, beraten sie und stellen sich der Diskussion.

Angebote auf dem Publikumstag:
* Hörprüfungen für Kinder und Erwachsene
* Navigation im Operationssaal: Wie operiert der HNO-Arzt?
* Riech- und Schmecktests
* Schlafanalyse
* endoskopische Untersuchungsverfahren Nase Ohr Hals
* Demonstration von Methoden zur Früherkennung bösartiger Veränderungen
inklusive Endoskopie und Ultraschall

Pressekontakt für Rückfragen:

Silke Jakobi
Pressestelle
81. Jahresversammlung 2010 der Deutschen Gesellschaft
für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V
Rüdigerstraße 14 | 70469 Stuttgart
Telefon 0711/8931-163
Telefax 0711/8931-167
jakobi@medizinkommunikation.org
(idw, 05/2010)

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