HNO-Klinik des Dresdner Uniklinikums präsentiert spanischsprachigen Kollegen High-Tech-Verfahren

Besonders in den beiden letztgenannten Feldern stehen die Dresdner HNO-Ärzte des Uniklinikums an der Spitze der technisch-medizinischen Entwicklung. Bei dem Kongress wollen Sie ihre Expertise auf diesem Gebiet auch in der interdisziplinären Behandlung von Tumoren sowie Therapien von Riechstörungen und Allergien weitergeben. Weiteres Themengebiet ist die HNO-ärztliche Versorgung unter dem Vorzeichen begrenzter Ressourcen. Hier können vor allem die ärztlichen Kollegen aus Lateinamerika ihre Erfahrungen weitergeben, wie sie ihre Patienten trotz schwierigen Bedingungen gut behandeln.

„In Zusammenarbeit mit den Instituten für Halbleiter- und Mikrosystemtechnik sowie für Akustik und Sprachkommunikation der TU Dresden hat unsere Klinik Innovationen im Bereich implantierbarer Hörsysteme und Gehörknöchelchenprothesen entwickelt. Diese mehrmals vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Innovationspreis ausgezeichneten medizintechnischen Lösungen haben uns einen herausragenden Ruf weit über Europa hinaus eingebracht. Diese Exzellenz möchten wir mit unseren spanischsprachigen Kollegen teilen“, sagt Prof. Thomas Zahnert. Der Kongress ist verbunden mit einem einmaligen Trainingsprogramm für Chirurgen, in dem der Einsatz von Hörimplantaten nicht nur wie üblich manuell geübt, sondern auch akustisch nachempfunden werden kann. Dazu haben die Dresdner Ärzte und Wissenschaftler Feedback-Systeme entwickelt, die dem Chirurgen über Kopfhörer einen Eindruck vermitteln, wie das in den Patienten eingesetzte Implantat den Schall auf das Gehirn überträgt. Die patentierten Implantate und Trainingsmodelle sind weltweit gefragt und werden in Zukunft die Ergebnisse der hörverbessernden Chirurgie deutlich optimieren. Weitere thematische Schwerpunkte des in Dresden stattfindenden Kongresses orientieren sich an dem wissenschaftlichen Profil der HNO-Uniklinik. Dies sind vor allem die interdisziplinäre Behandlung von Tumoren, die von der HNO angebotene und wissenschaftlich weiterentwickelte Therapie von Riechstörungen und Allergien, die Behandlung von Schädelbasistumoren sowie die Indikationserweiterungen für implantierbare Hörsysteme.

Die Spanisch-Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde hat sich 1994 aus einem Austauschprogramm für junge HNO-Ärzte entwickelt und verfolgt seitdem das Ziel des internationalen Austausches auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Seit 2003 schließt die Gesellschaft nicht nur alle spanisch sprechenden europäischen Kollegen, sondern auch HNO-Ärzte aus Lateinamerika ein. „Wir sind deshalb stolz, nach Kongressorten wie München, Palma de Mallorca oder Pucon (Chile) international ausgewiesene Experten nun in Dresden begrüßen zu dürfen. Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde weltweit vernetzt und Standards in der Therapie und Diagnostik entwickelt“, betont Prof. Zahnert.

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Direktor: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Zahnert
Tel. 0351/ 4 58 44 20
E-Mail: thomas.zahnert@uniklinikum-dresden.de

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