„Hin und her macht Taschen leer“

(djd). Viele Sparer sind durch die Finanzkrise und das Auf und Ab an den Börsen verunsichert. Lohnen sich Sparen und eine private Altersvorsorge überhaupt noch? Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge beim Fondsanbieter Union Investment, erklärt, warum eine langfristige Strategie so wichtig ist und welche Möglichkeiten private Anleger haben.

Die Börsen sind ziemlich in Bewegung. Wie sollten sich Sparer verhalten?

– Geduld und ein langer Atem sind wichtig, um an der Börse Erfolg zu haben. Kurzfristige Kursverluste sollten die Anleger nicht verunsichern, denn eine langfristige Geldanlage zahlt sich meist eher aus als ein kurzfristiges und häufiges Wechseln zwischen verschiedenen Wertpapieren. So sagt es auch eine altbewährte Börsenweisheit: Hin und her macht Taschen leer.

Welche Möglichkeiten haben private Anleger?

– Generell sollten Ziel und Strategie der Geldanlage vorher festgelegt werden. Von kurzfristigen Verlusten sollte man sich dann nicht irritieren lassen. Wichtig ist auch, Risiken zu streuen und das Vermögen in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien sinnvoll aufzuteilen. Für private Anleger ist es meist einfacher, in einen Fonds zu investieren, da ein professioneller Fondsmanager die Bewertung und Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen und Wertpapiere übernimmt.

Was kann man machen, wenn ein Fonds im Minus ist?

– Die Kurse an der Börse schwanken, das ist völlig normal. Daher kann es auch vorkommen, dass ein Depot ins Minus rutscht. Wer mit einem Riester-Fondssparplan vorsorgt, hat dabei einen Vorteil, da die Einlagen gesichert sind. Die eingezahlte Summe – einschließlich der staatlichen Zulagen – steht garantiert zum Rentenbeginn zur Verfügung.

Wie kann ich mein Geld künftig sicher anlegen?

– Fondssparpläne bleiben eine interessante Form der Geldanlage. Schaut man sich die Entwicklung an den Börsen in den letzten Jahrzehnten an, so stiegen die Kurse langfristig immer weiter, trotz zeitweiliger Krisen. Altersvorsorge ist ein langfristiger Prozess – daher sollten Anleger auch langfristig denken.

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