Hilft die Tiefe Hirnstimulation Patienten mit der Huntington’schen Krankheit?

Chorea Huntington ist eine unheilbare, erbliche Erkrankung, die zeitweilig mit ausgeprägten „Überbewegungen“ einhergeht, die vom Patienten nicht kontrolliert werden können. Ähnlich wie die bei Parkinsonpatienten erfolgreiche Therapie der Tiefen Hirnstimulation, kann die THS diese Symptome lindern, soweit man bisher weiß. Die medikamentöse Behandlung der Bewegungsstörungen ist in vielen Fällen nicht ausreichend erfolgreich. Eine Heilung oder Beeinflussung des Krankheitsverlaufs lässt sich dadurch nicht erreichen; Patienten, könnten jedoch erheblich an Lebensqualität gewinnen. In Vorstudien wurde der positive Effekt bestätigt.

Bislang liegen nur die Erfahrungen von einzelnen Patienten oder an kleinen Gruppen von Patienten mit Morbus Huntington vor, u.a. aus einer Pilotstudie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Um die Wirkung der Tiefen Hirnstimulation sicher und auch für einen langfristigen Einsatz beurteilen zu können, wird nun diese Studie aufgelegt. Sie wird unter Leitung von Neurochirurg Prof. Dr. Jan Vesper und dem Neurologen Prof. Dr. Alfons Schnitzler an vier weiteren deutschen und vier Zentren in der Schweiz, Italien, Frankreich und Großbritannien durchgeführt. Kooperationspartner ist die Fa. Medtronic, mit Niederlassung in Meerbusch. Sie ist einer der führenden Hersteller im Bereich der Schrittmachertechnologie.
Die Uniklinik Düsseldorf ist mit den Kliniken für Neurochirurgie und Neurologie eines der profiliertesten Zentren im Bereich der Tiefen Hirnstimulation.

Kontakt: Prof. Dr. Jan Vesper, Neurochirurgische Klinik, Ltg. Funktionelle Neurochirurgie, Tel.: 0211 / 81-18408

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