Hilft Achtsamkeits-Meditation bei der Behandlung chronischer Depression?

Bei dieser Behandlung erlernen die Teilnehmer gegenwärtigen Empfindungen mit nicht-wertender Aufmerksamkeit entgegenzutreten, was gerade bei Depressionen hilfreich sein kann, da Betroffene häufig starke Grübeltendenzen von sich kennen, die sich negativ auf ihr Befinden auswirken. In anderen Studien konnte bereits gezeigt werden, dass sich depressive Symptome durch achtsamkeitsbasierte Therapien deutlich reduzieren lassen. In der geplanten Studie sollen diese Prinzipien durch Methoden erweitert werden, die eine positivere Selbstsicht fördern, da Betroffene oft zu Selbstabwertung neigen.

Unter einer chronischen Depression versteht man, dass sich Betroffene über mindestens zwei Jahre durchgängig an mehr als der Hälfte der Tage niedergeschlagen oder antriebslos fühlen. Dazu können häufig Schlaf- und Konzentrationsstörungen, aber auch Gefühle der Hoffnungs- oder Wertlosigkeit auftreten. Für diese Therapiestudie suchen die Frankfurter Psychologen ab sofort Betroffene, die seit mindestens zwei Jahren unter einer chronischen Depression leiden und Interesse haben, an diesem achtwöchigen Gruppentherapie-Programm teilzunehmen. Der eigentlichen Behandlung geht eine ausführliche Diagnostik voraus.

Informationen: Dipl.-Psych. Johannes Graser oder Dipl.-Psych. Charlotte Weßlau, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften, Kontaktaufnahme per Email an meditationsstudie@gmail.com oder auf den Anrufbeantworter mit umgehendem Rückruf. Tel.: (069) 798 – 25107.

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