Hilfe für Krebspatienten in der ambulanten Nachsorgephase

Freiburg – Psychosoziale Unterstützung wird von Tumorpatienten als hilfreich für die Bewältigung der Erkrankung und ihrer Folgen erlebt. Obwohl zahlreiche Studien auf die Wirksamkeit von psychoedukativen Patientenschulungen bei chronischen Erkrankungen hinweisen, mangelt es an derartigen Angeboten für Krebspatienten.
In dem durch die Deutsche Krebshilfe für drei Jahre geförderten Projekt wird an der Klinik für Tumorbiologie (KTB) Freiburg unter Leitung von Prof. Dr. phil. Joachim Weis eine strukturierte psychoedukative Patientenschulung zur Förderung der Patientenkompetenz bei Brustkrebspatientinnen und Prostatakrebspatienten entwickelt und wissenschaftlich überprüft. Die Schulungen werden von erfahrenen Mitarbeitern in Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen wie dem Universitätsklinikum Essen, der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Freiburg, dem Zentrum für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Koordinationsstelle Psychosoziale Versorgung von Tumorpatienten des Tumorzentrums Rheinland-Pfalz e.V. in Mainz durchgeführt.
Ziel der aus sechs Sitzungen bestehenden Schulung ist es, Fragen der Teilnehmenden über psychosoziale Themen zu besprechen, sie in der Krankheitsverarbeitung zu unterstützen, ihre Ressourcen zu stärken und so ihre Kompetenz und damit auch Lebensqualität zu verbessern.
Je 6-10 Personen mit den Diagnosen Brust- oder Prostatakrebs, die erstmals erkrankt sind, können kostenlos an den jeweils getrennt stattfindenden Gruppen teilnehmen. Eine adjuvante (Chemo-, Radio-, Strahlen-) Therapie sollte abgeschlossen sein.
Das Projekt leistet ein Beitrag dazu, dass krebsspezifische Patientenschulungen in der Versorgung etabliert werden und dadurch den Patienten eine effektive Hilfe in der Auseinandersetzung mit ihrer Erkrankung zur Verfügung gestellt werden kann.

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