Hilfe bei Lymphstauungen

Jena. Wenn der Krebs besiegt ist, haben viele Krebspatienten noch mit den Folgen der Therapien zu kämpfen. Zu den häufigsten Problemen gehören dabei die Lymphödeme. Diese Stauungen einer unserer wichtigsten Körperflüssigkeit, der Lymphe, entstehen durch die während der Behandlung oft notwendige Entfernung von Lymphknoten. "Die Lymphflüssigkeit muss nach diesen Eingriffen über weniger Bahnen abfließen als zuvor, dies kann zu Stauungen und damit zu Schwellungen führen", erklärt Dr. Anne Egbe vom Brustzentrum des Universitätsklinikums Jena. "Bis zu einem Viertel der an Krebs erkrankten Männer und Frauen bekommen nach einer Lymphknotenoperation ein Lymphödem", sagt Dr. Egbe. Manchmal bilden sich diese Schwellungen erst Monate später. Für die bereits durch den Krebs belasteten Patienten sind diese sichtbaren Veränderungen äußerst unangenehm und beeinträchtigen die Lebensqualität nachhaltig.

Hier Hilfe anzubieten ist Ziel des am 20. März am Universitätsklinikum Jena stattfindenden Informationstages zum Thema "Lymphödem nach Krebstherapie". Ab 9.00 Uhr werden in mehreren kurzen Vorträgen Ärzte, Physiotherapeuten und Pflegeexperten Informationen zu den Ursachen der Lymphödeme und zu Behandlungsmöglichkeiten geben. Die Themen reichen dabei von Sport mit Lymphödem, Lymphdrainage oder Kompressionsversorgung bis zu unterstützenden Naturheilverfahren oder der Vorstellung von Dessous, die nach Brustkrebsoperationen entlasten können.

Alle Betroffenen, ihre Angehörigen und alle Interessierten sind herzlich zu dem Informationstag eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

20. März 2010, Beginn: 9.00 Uhr
"Lymphödem nach Krebstherapie", Informationstag für Therapeuten und Patienten
Universitätsklinikum Jena, Bachstraße 18
Hörsaal Haus 1 (ehemalige Chirurgie)

Ansprechpartner:
Brustschwester Kerstin Zellmann
Brustzentrum am Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/9 34730 oder 0171 6509052
E-Mail: Kerstin.Zellmannmed.uni-jena.de
(idw, 03/2010)

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