HHU-Forscher nehmen neues Fortuna Düsseldorf-Trikot unter die Lupe

Bereits am 9. Juni begann die Kampagne auf Facebook (www.f95.de/facebook), um die neuen Fortuna-Trikots für die Saison 2016/2017 vorzustellen. Die Kampagne steht in diesem Jahr unter dem Motto „Düsseldorfer DNA“: Mit den neuen Trikots soll der Spirit der erfahrenen Spieler auf die neuen Recken übergehen. Um diese DNA zu finden, dem Spirit auf den Grund zu gehen, hat man sich die Trikots ganz aus der Nähe angeschaut.

Tatkräftige Unterstützung lieferten dabei Dr. Stefanie Weidtkamp-Peters, Steffen Köhler, Dr. Thomas Zobel und Dr. Sebastian Hänsch vom Center for Advanced Imaging (CAi) der HHU. In dieser zentralen Serviceeinrichtung ist umfassendes Know-how und ein beeindruckender Gerätepark für die wissenschaftliche Bildgebung vereint.

Um sich den neuen Trikots zu nähern, setzten sie ein Ultrazoom-Stereomikroskop, ein konfokales Laserscanningmikroskop und ein Rasterelektronenmikroskop (REM) ein. Damit konnten sie die Trikots mit 5-facher bis hin zu 1000-facher Vergrößerung abbilden und damit Strukturen bis hinab zu 0,5 Mikrometern darstellen. Insbesondere unter dem Rasterelektronenmikroskop eröffneten sich dem Betrachter wahre dreidimensionale Landschaften in den Stofffasern.

Aber haben die Düsseldorfer Forscher tatsächlich DNA im Stoff nachweisen können? Dr. Weidtkamp-Peters: „Nein, das natürlich nicht. Aber es war sehr spannend, neben unseren sonst zumeist biologischen und medizinischen Proben ein ganz anderes Untersuchungsobjekt auf dem Mikroskoptisch zu haben.“

Denn es gab auch so viel zu entdecken. So fanden sich auf den brandneuen Trikots doch schon einige Partikel in den Stofffasern, die dem genauen Blick des Rasterelektronenmikroskops nicht verborgen blieben. Ob es sich ganz profan um Staub oder doch um eine spezielle Düsseldorfer Essenz handelt, konnte nicht abschließend geklärt werden. Mythos, Geschichte und Teamgeist lassen sich eben auch mit fortschrittlichsten wissenschaftlichen Methoden nicht 100%ig ergründen.

Center for Advanced Imaging

Das CAi wurde im Jahr 2010 an der HHU eingerichtet, um das technische Equipment und die Expertise im Bereich der Bildgebung zu bündeln und für die Forschung und Lehre nutzbar zu machen. Nach und nach werden die ver-schiedenen Mikroskope in den Räumen der Biologie aufgestellt. In dem im Bau befindlichen Biologieneubau wird das CAi demnächst eine neue Heimat finden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Einrichtung solcher Imaging-Zentren, um die nachhaltige Nutzung dieser zum Teil mehrere Hunderttausend Euro teuren Geräte zu gewährleisten.

Am CAi können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fakultäten der HHU auf den stetig wachsenden Gerätepark zugreifen. Hinzu kommen auch Nutzerinnen und Nutzer aus anderen Hochschulen, die mit den Geräten arbeiten können. Sie können auf verschiedene optische Mikroskope – darunter Fluoreszenzmikroskope –, Superauflösungsmikroskope und Elektronenmikroskope zurückgreifen. Darüber hinaus bietet das CAi Unter-stützung bei der Bildauswertung und -bearbeitung.

Weitere Informationen: http://www.cai.hhu.de/

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