HEXAL-Förderpreis 2010: Anerkennung für Tumorforschung

Die Anerkennung soll Nachwuchswissenschaftler motivieren und bei ihrer wissenschaftlichen Orientierung unterstützen. Seit 1997 wird dieser mit 10.000 Euro dotierte Forschungspreis jährlich verliehen. Die Verleihung des HEXAL-Förderpreises 2010 fand am 26. November statt.

Der aktuelle Forschungsschwerpunkt der Preisträgerin Dr. Dörthe Küster richtet sich auf die Wirkung neuer Medikamente, die die Ausbreitung von Tumorzellen und somit möglicherweise das weitere Fortschreiten bei Darmkrebs hemmen könnten. Weltweit gehört das kolorektale Karzinom zu den am häufigsten auftretenen bösartigen Tumorerkrankungen und die Tendenz ist steigend. Aufgrund der Verbesserung von Prävention, Diagnose und Therapie ist in Deutschland die Zahl der jährlichen Sterbefälle zwar rückläufig, dennoch stellt das kolorektale Karzinom immer noch die zweithäufigste Krebstodesursache dar. Somit ist die klinische Bedeutung dieser Erkrankung unverändert hoch. Die diesjährige HEXAL-Preisträgerin widmet sich in ihren Untersuchungen der Fragestellung, inwieweit durch Hemmung von Adhäsionsmolekülen eine Verminderung von lokaler Tumorausbreitung und Metastasierung erreicht und damit letztlich die Krankheitsprognose verbessert werden kann.

Zur Person: Dr. med. Dörthe Küster, Jahrgang 1975, studierte in ihrer Heimatstadt an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und wechselte für den klinischen Studiumsabschnitt an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Nach dem Staatsexamen begann sie als Ärztin im Praktikum 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am hiesigen Institut für Pathologie, wo sie kurz darauf promovierte. Die Fachärztin für Pathologie wurde 2009 zur Oberärztin des Institutes ernannt und seit Anfang dieses Jahres leitet sie die Abteilung Paidopathologie. Seit 2006 ist Dr. Dörthe Küster Lehrbeauftragte des Instituts für Pathologie und wurde bereits zwei Mal mit dem Lehrpreis der Medizinischen Fakultät als bester Dozent geehrt. Das schon jetzt eigenständige wissenschaftliche Profil der HEXAL-Preisträgerin 2010 zeigt sich auch darin, dass die 35-jährige Nachwuchswissenschaftlerin gleichberechtigte Projektleiterin in einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit einer ähnlichen Thematik ist.

Scroll to Top